Review

Return of the Living Dead Farm Simulator


Außerirdische Winde lassen texanische Farmer zu blutgeilen Saugzombies werden... Kann dieser laut Marketing „perfekte Autokinoknaller“ genug um auch heute noch für Schreien und Gelächter zu sorgen? Egal ob im fahrbaren Knutsch-und-Fummel-Untersatz oder daheim auf der weichen Couch?

Im weiteren Sinne eine Mischung aus Hillbilly-Moonshine-Sex-Ballade und Zombiekomödie, ist „Bloodsuckers From Outer Space“ wohl wirklich ziemlich gut auf Drive-Ins zugeschnitten. Es gibt leichte Erotik und noch leichtere Lacher, viel (viel zu helles) Blut und schlechtes Make-Up, sogar direkte Ansprachen durch die vierte Wand und einfach eine simple, gute Zeit, bei der man nicht allzu viel Aufmerksamkeit braucht. Kurze Laufzeit, lange Leitung. Netflix&Chill'n der 80er. Oder vom Look und Feel fast eher aus den auslaufenden 60ern. Ohne Zweifel sind diese blutsaugenden Invasoren auch Peter Jackson und Sam Raimi damals irgendwann über den Weg gelaufen, zu viele Parallelen gibt’s zu späteren Hits der beiden Meister. Von verrückten Kung Fu-Kicks gegen die Untoten (?) bis hin zum Metahumor. Etwas träge, etwas lahm, etwas ereignislos und langsam ist das Ganze zweifellos - aber auf eine sympathische und verplante Art. Sicher kein Überflieger. Aber irgendwie inspirierend indie, naiv, total amerikanisch und fast schon süß. Ein noch immer deutlich versteckter kleiner Kulti. Schrullig und einlullig.

Fazit: etwas öde, aber nicht ohne Sympathien und ein paar Lacher. Oder Schmunzler. Diese texanischen Blutsauger aus dem Weltall gehören eher Richtung Regionalliga in ihrer Sportart und können ihren provinziellen Charme (zum Glück?!) trotz enormer Trägheit nie ganz abschütteln. 

Details