Beliebig austauschbare Dschungel-Action aus bewährten italienischen Händen, bei welcher der mühsam eingedenglischte Titel „Sölder Attack“ gleich die komplette Inhaltsangabe mitliefert. Die Hauptrolle spielt ein recht hölzerner Mensch, der aussieht wie Sokrates (minus Charisma) und wieder zurück nach Vietnam muss, weil dort ein alter Kriegs-Spezl groß ins Drogengeschäft eingestiegen ist. Für dieses heiße Unterfangen rüstet er sich sogleich mit Poloshirts, Turnschuhen, Jeans und einem Vollbart aus.
Daneben tummeln sich altbekannte Gesichter wie Henry Silva und Woody Stroode, die seinerzeit ohnehin jeden Gehaltscheck annehmen mussten, der nicht bei drei auf den Bäumen war. Die Lust auf „Söldner Attack“ kann man ihnen richtiggehend ansehen. Vielleicht hatten sie wenigstens abseits der Kamera ein bisschen Spaß mit Wein, Weib und Gesang und nicht so viel Sonne erwischt wie Fernando Di Leo, der uns als Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion eine Schlussszene zum Fraß vorwirft, die an Unlogik und Absurdität ihresgleichen sucht.
Für Camp-Highlights sorgt zudem die deutsche Synchro. So treffen wir zum Beispiel auf ein Dickerchen, das sich als Sextourist aus Düsseldorf zu erkennen gibt, unserem Hauptdarsteller den Mohnanbau erklärt und dabei spricht wie Reiner Calmund nach zwölf Pils. Irgendwie auch traurig, dass solcherlei VHS-Actiongülle stimmungsvoller und professioneller synchronisiert ist wie heutige Blockbuster mit Budget im dreistelligen Millionenbereich…