Neben "Fire Force" der beste Film von Regisseur Richard Pepin, welcher mit seiner Produktionsschmiede PM Entertainment die Produktion übernahm. Pepin war schon immer mehr für die Science Fiction angehauchten Actionfilme zuständig, zuvor drehte er mit Don Wilson "Cyber Tracker", welcher aber lang nicht so spektakulär ausfällt wie "T-Force". Hauptdarsteller Jack Scalia, welcher durch die Krimiserie "Tequlia & Bonetti" bekannt wurde, gibt hier seinen Einstand bei PM, zwei weitere Filme mit ihm folgten 1996, auch von Pepin. Wie es bei PM so üblich war, mussten bei der deutschen FSK 18 Fassung einige Schnitte vorgenommen werden. Das Videolabel Ascot kürzte über zwei Minuten aus dem brutalen B-Actioner heraus, indiziert wurde er trotzdem.
Wenn die Polizei, oder Spezialeinheiten nichts mehr ausrichten können, schickt man nach der Terminal Force. Sie besteht aus vier Cyborgs, wobei Adam (Evan Lurie) das Oberhaupt ist. Beim letzten Einsatz finden auch ein paar Geiseln den Tod, daher beschließt man die Terminal Force auf Eis zu legen. Adam lässt sich das nicht gefallen und büchst mit zwei Teammitgliedern aus. Nur Cain (Bobby Johnston) bleibt freiwillig zurück und muss nun mit Cop Jack Floyd (Jack Scalia) die Flüchtenden wieder einfangen. Die haben mittlerweile das Gesetz zu ihrem Feind erklärt und hinterlasssen eine Schneise der Verwüstung.
Sichtlich hat man sich bei "Terminator" und "RoboCop" bedient, man nehme allein nur mal den Shootout im Polizeirevier, wo Erinnerungen an den Klassiker von 1984 hochkommen. Mit dem Plot verschwendet Pepin absolut keine Zeit, man kommt schnell zu Potte, aber die Story wird völlig ausser Acht gelassen. Mit ein bisschen Humor und Buddy Flair wird der Film aufgepeppt. Der kernige Cop Jack Floyd, welcher abends mal gerne Einen heben geht, muss nun mit dem Cyborg Cain zusammenarbeiten und das obwohl er "Roboter" hasst. Aus der Zusammenarbeit entwickelt sich natürlich eine Freundschaft und da sind auch einige Gags drin wie das Billard spielen, oder als Jack versucht Cain mit Jack Daniels abzufüllen. Pepin präsentiert uns zwar kaum Story, doch das Drum herum ist stimmig. Nur an der Kulisse lassen sich wieder Mankos erkennen, aber diese Probleme hatten auch schon "Cyber Tracker" sowie "Hologram Man". Ausser ein paar Gimmicks sieht die Welt absolut nicht futuristisch aus, auch ein paar Tricks wirken doch etwas billig, doch darüber kann ich hinweg sehen, wir sind hier immer noch in einer B-Produktion. Charme hat der Film trotzdem.
Auch hat man mit Jack Scalia einen überzeugenden Hauptdarsteller gewählt, nebst Evan Lurie als Adam. Vernon Wells ist in einer Nebenrolle, als Terroristenoberhaupt zu sehen. Doch das Herzstück dieses Films ist die explosive Action. Davon hat "T-Force" reichlich zu bieten, ausnahmsweise mal ohne Durchhänger. Schon der Opener stellt eine 20minütige Actionsequenz da mit massig Shootouts, Hinrichtungen und Explosionen. So geht es auch weiter. Die Pyrotechniker mussten hier sichtlich Überstunden leisten, aber die Zerstörungsorgien sind vom Feinsten. Autos, ganze Gebäudeteile werden dem Erdboden gleichgemacht und alles ist handmade. Die vielen Shootouts fallen alle recht brutal aus, der Bodycount ziemlich hoch. Nur Fights hätte es nach meinem Geschmack mehr geben können. Die Cyborgs dürfen mal eine Gang ordentlich aufmischen und Adam hat ein paar Prügelauftritte, doch ansonsten hält man sich an Schusswechsel oder Explosionen. Hier hätte Pepin noch ein paar Nahkämpfe einbauen können, aber viel besser hätte man diesen Film nicht mehr machen können.
Sinnlose Action und Zerstörungsorgie vom Feinsten. Hohes Tempo, gute Darsteller, die Kulisse wird etwas ausser Acht gelassen. Für Freunde der B-Action ein Muss.