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„T-Force“ ist ein harter, unterhaltsamer B-Actionstreifen um Cyborgs aus der PM-Schmiede.
Titelgebende T-Force, eine fünfköpfige Spezialeinheit aus nahezu unzerstörbaren Cyborgs, kommt auch recht früh zum Einsatz, als eine Horde von Terroristen die britische Botschaft in L.A. besetzen. Der Cop Jack (Jack Scalia) stürmt das Gebäude ebenfalls, da er Robotern nicht traut und rettet viele Geiseln. Sein Misstrauen erweist sich als berechtigt, denn ein Cyborg zerstört den Fluchthubschrauber der Terroristen, in dem nicht nur mehrere Fieslinge, sondern auch sechs Geiseln sitzen. Die erste Actionsequenz ist lang und bietet einiges an Geballer, so dass sich Actionfans bereits hier freuen können.
Bürgermeisterin Pendleton (Erin Gray), Jacks Ex-Freundin, kann diese Verluste nicht dulden und befiehlt nach einer Sitzung im Stadtrat die Verschrottung der Krieger, von denen bereits einer beim Sturm auf die Botschaft zerstört wurde. Doch die als die Cyborgs davon Wind kriegen, schaltet sich ihr Selbsterhaltungstrieb ein. Auch wenn die ’Psychologie’ der Cyborgs etwas abwegig und nicht immer logisch ist, so ist sie doch der Auslöser für das Hauptgeschehen des Films.

Drei der Cyborgs, Adam (Evan Lurie), Mandragora (Jennifer MacDonald) und Zeus (Deron McBee), brechen aus und starten einen Kleinkrieg gegen das Gesetz, welches ihrer Ansicht nach nun korrupt ist. Nur der vierte im Bunde, Cain (Bobby Johnston), hält sich an die Direkte keine Unschuldigen zu töten und lässt sich festnehmen. Jack soll die anderen Cyborgs nun aufhalten und muss ausgerechnet Cain als Partner mit in den Kampf nehmen...
„T-Force“ ist wieder ein PM-Film, der sich ausschließlich an Actionfans richtet, denn die Behelfsstory ist nur der Aufhänger für zahlreiche Actionszenen. Spannung kommt nur wenig auf, aber auch keine Langeweile. Zudem kann die Story mit ein paar netten Gags (meist Wortgefechte zwischen Jack und Cain) aufwarten, während die ’Cyborg-Psychologie’, die unter anderem Sex für sich entdecken, nicht ganz so gelungen ist, aber nicht oft angesprochen wird.
Teilweise hält sich „T-Force“ an das Rezept ’Besser gut geklaut als schlecht selbst erfunden’: Einige Szenen aus dem Botschaftsgebäude erinnern an „Stirb langsam“, die Cyborg-Direktiven könnten aus „RoboCop“ stammen, es gibt einen „Terminator“-mäßigen Überfall auf ein Polizeirevier, zwei „Mad Max“-artige Buggys kommen zum Einsatz usw. Doch es wird nicht allzu offensichtlich geklaut, so dass dies kein Kritikpunkt ist.

Die Action überzeugt vor allem durch ihre Masse, da sie etwas besser inszeniert sein könnte. Doch die große Menge an Shoot-Outs, Stunts, Fights und Explosionen ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und liegt auf überdurchschnittlichem Niveau. Auf den Schießereien liegt sicher das Hauptaugenmerk und diese sind auch gut gemacht. Mein persönlicher Favorit ist der Sturm auf das Botschaftsgebäude gegen den auch der explosive Showdown nicht ankommt.
Jack Scalia spielt den zynischen Cop überraschend gut und liegt vom darstellerischen Niveau weit über gewohnten PM-Standards. Die Nebendarsteller machen ihre Sache OK und spielen für ein B-Movie recht ordentlich.

Harter Actionstreifen für Fans des Genres, der mit vielen Actionszenen seine schwache Story vergessen macht, vor allem in der ungekürzten Fassung.

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