Die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Als die hoch entwickelten Cybernauten der “Terminal Force” beim Versuch, Geiseln aus der Hand von gefährlichen Terroristen befreien, ein Blutbad anrichten, erhält deren geistiger Vater den Befehl, sie endgültig abzuschalten. Weil die hoch entwickelten Roboter jedoch auf Selbsterhaltung programmiert wurden, setzen sie sich zur Wehr und erklären dem System, das sie nun als “korrupt” ansehen, den Krieg. Der Cop Jack versucht, die amoklaufenden Maschinen gemeinsam mit dem abtrünnigen Cybernauten Caine unschädlich zu machen.
Es ist zwar längst nicht alles Gold, was die Herren Pepin und Merhi bei PM Entertainment so alles produzieren, aber so manche Perle versteckt sich dann doch hinter unscheinbaren Filmtiteln. Cyborg-Streifen hatten in den 90ern ja ohnehin Hochkonjunktur, aber T-Force zählt für mich auf dem B-Sektor eindeutig zu den besten Vertretern des Genres.
Wähnt man sich zu Beginn noch in einem dreisten Die Hard Neudreh (Terroristen übernehmen Hochhaus, der einzelne schwarze Cop im Auto und auch Vernon Wells sieht aus wie der Oberhoncho im Willis Film), so wandelt sich Ganze mit dem Eintreffen der 5-köpfigen T-Force aus beinahe unkaputtbaren kybernetischen Superbullen, die allerdings so super mit den Terroristen aufräumen, da auch reichlich zivile Kollateralschäden zu beklagen sind. Die folgende Ausmusterung nimmt die Truppe eher wenig sportlich, die Direktiven werden nach Wunsch uminterpretiert und drei der Exemplare beschließen gegen das System zu revoltieren, während lediglich Cain seiner Ursprungsprogrammierung folgt und so zum unwillkommenen Partner des Cyborg Hassers Jack wird.
An Action mangelt es jedenfalls nicht. Es gibt ausreichend blutige Shootouts um den Body Count in untere dreistellige Dimensionen zu treiben. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz und dieser funktioniert hier sogar recht gut. Das sich Jack und Cain erst zusammenraufen müssen und am Ende natürlich best Buddies sind hat komische Momente, aber auch die vermeintlich Bösen haben spaßige Szenen, wenn beispielsweise zwei die Liebe entdecken und der dritte das Treiben anhand eines Tittenmagazins überprüft ist ein echter Spaß. Zumal muß man ja eigentlich sagen das es gar keine Bösen an sich gibt, sondern lediglich drei charakterlich unausgereifte Cyborgs, die ihre erste Direktive mißinterpretieren.
So sollte für mich jedenfalls ein zünftiges B-Movie aussehen. Kein großes Meisterwerk, dafür stimmige Action, ein paar blöde Sprüche und vor allem keine ausgewalzte Love Story. Da halte ich es doch lieber mit den direkten Befehlen der Cyborgs "Infiltrate, locate and destroy". Das versprechen die nicht nur, sondern halten es auch.
7/10