Ein riesiger Meteoritensturm bewegt sich auf die Erde zu und kündigt den Beginn einer weltweiten Apokalypse an. Die Meteore treten in die Erdumlaufbahn ein und zerfallen in der Atmosphäre zu einem gigantischen Schuttregen, der die Erdoberfläche bombardiert. Als schließlich das Trinkwasser verseucht ist, macht sich David Dematti auf die Suche nach seiner Familie. Im Laufe der Suche begegnet David der verzweifelten Lynn. Die beiden tun sich zusammen, um einander in dieser Krise der Menschheit beizustehen. Doch je näher David der Lösung des Rätsels kommt, desto tiefer gerät seine Familie in Gefahr.
Das schöne an TV Katastrophenfilmen ist ja, das sich das Gehirn nicht unnötig auf komplizierte Stories oder unverständliche Twists vorbereiten muß, sondern es gibt quasi wie im Altenheim jeden Abend denselben Haferbrei zum genießen. So Bringt es denn auch Meteor Apocalypse auch nur auf den Standardmischmasch von etwa 80 Prozent gemenscheltem Blabla und circa 20 Prozent mit den Szenen, weswegen man sich solche Produktionen ja eigentlich ansieht.
Löblich erwähnen darf man hier, das sich der Film immerhin in der Anfangsphase eines recht flottem Tempos bedient, aber spätestens in der zweiten Hälfte sich mehr auf die Dramatik und die puren Emotionen konzentriert, die mich immer wieder so menschlich überwältigen (äh, das war jetzt Sarkasmus). So haben wir (natürlich) wieder eine Familie mit ihren Problemchen, die im Zuge der Katastophe (natürlich) überwunden werden müssen und eine Heldin die (natürlich) ein selbstloses Opfer bringt um die vom vergifteten Wasser todkranke Tochter des Sugardaddy zu heilen was (natürlich) denn zum unvermeidlichen Happy End gelingt, ein Konzept das vermutlich zeitgleich zum Bau von Stonehenge erfunden wurde.
Ein wichtiger Baustein bei solchen Filmen ist natürlich immer die Tricktechnische Umsetzung der Meteroritenthematik. Während da die Anfangssequenz mit dem mißglückten Raketenangriff auf den Kometen noch recht passabel aussieht, sehen die späteren Einschläge aber doch teilweise aus, wie vom Trainingscomputer der CGI Azubis aus. Lustigerweise machen viele der Einschläge eher Puff wie eine leistungsschwache Handgranate und bitte welcher Meteorit schafft seinen mphevollen Weg durch die Atmosphäre und hinterläßt einen Aufschlagkrater von ca einem Meter Durchmesser ohne vorher zu verglühen?
Wenig guten Eindruck vermitteln auch die Darsteller. Das Heldenpärchen besteht aus einem recht hölzern agierenden Vater und einer Braut, die offensichtlich beim Lara Croft Casting irgendwo die Plätze 5-8 belegt hat und mei Claudia Christian aus Babylon 5 ist auch nicht gerade jünger geworden, man erkennt die Gute ja kaum wieder. Gut, blamieren tut sich keiner, aber richtig emotionale Power sieht anders aus.
Bleibt leider also mal wieder der durchschnittliche schwache Katastropenfilm, der sich aber zumindest bemüht hier und da mal ein wenig Action einzufiedeln, aber sonst in den gängigen Handlungsschematas des Genres festhält und nicht aus der Masse der vielen ähnlich gelagerten Streifen rausragt, da sollte man sich doch lieber nochmal Armageddon anschauen.
3/10