Waren das noch Zeiten, als man sich Anfang der 90er reihenweise solcher Animes auf Kaufkassette geholt hat...
Riding Bean ist ein netter Actioner, angeleht an die Feder des Gun Smith Cats Schöpers Kenichi Sonoda, der sich prima in die Reihe der netten 55minütigen, superkurzweiligen Animes Ende der 80er / Anfang der 90er einreiht.
Bean ist ein Fahrerass. Mit seiner mit allerlei lustigen, aber nicht allzu übertriebenen Gimmicks ausgestatteten Hightech-Karre nimmt er die verschiedensten Jobs an, meist natürlich auf der anderen Seite des Gesetzes. Zusammen mit seiner Partnerin Rally treibt er so ein erfolgreiches, florierendes Geschäft und ist stadtbekannter Rowdie, der ständig von einem energischen Kommissar der Polizei gejagt wird. Durch einen cleveren Plan wird er wider Willen in eine Entführung hineingezogen...
Jopp. Viel kann man da eben nicht schreiben, das war ehrlich gesagt schon zuviel. In den typischen 55 Minuten, in Japan eben übliches Zeitfenster für Animes zu dieser Ära, geht gewaltig die Post ab. Typisch übertrieben und irrwitzig wird man Zeuge von halsbrecherischen Verfolgungsjagden, Ballereien und den üblichen Fantasien von japanischen Fans von Waffen und dicken Autos. Dabei wird die Ironie jedoch nicht nur nicht vernachlässigt; Humor spielt auch hier eine maßgebliche Rolle, sodass der Streifen mitunter echt schon albern wirkt. Hier ist nichts düster gehalten, bei schönstem Sonnenschein wird hier ein nettes Blei- und Fahrergewitter abgefahren, welches beim Publikum für eine nette knappe Stunde sorgen wird. Man sollte allerdings schon voll auf Manga abfahren, um dieses Werk genießen zu können, denn es steht mit all seinem karikativen Humor, der übertriebenen Action und aller Abgefahrenheit ganz im Zeichen der japanischen Welt. Viel Spaß!