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Isabel wird nach einer durchfeierten Nacht auf ihrem Heimweg von einem Taxifahrer getötet. Auf einem naheliegenden Hausdach beobachtet das eine Uralte Vampirdame die ebenfalls scharf auf Isabel ist und sie wiederbelebt in dem sie sie beißt. Von nun an hat Isabel 48 Stunden Zeit sich entweder selbst zu töten oder zu akzeptieren das sie von nun an ein Vampir ist.

Man sollte eigentlich gewarnt sein, wenn sich das DVD Cover eines unbekannten Films nur so mit Superlativen überschlägt. Temptation wird hier ernsthaft mit Blade und anderen Klassikern verglichen, kann die Wahrheit dem standhalten?
Natürlich in keinster Weise, Temptation ist ein dermaßen zahnloser Vampirhorror, das ich das Projekt sogar als bestenfalls semi-professionell einstufen würde. Kaum Wunder das alle Beteiligten bisher keinerlei nennenswerte Karriere aufweisen können. Hier wirkt alles billig wie nur sonst was, Bildkompositionen, Budget, Kameraequipment wird eigentlich nur noch von der Synchro getoppt, für die der Film an sich zwar nichts kann, aber es paßt hervorragend zum Gesamteindruck. Von den grottenschlechten Laiendarstellern, die mimisch keinen Ton treffen,  mal ganz zu schweigen.
Die Story kann auch nicht überzeugen, das ganze wirkt wie wahllos aneinandergereihte Szenen ohne stimmige Erzählstruktur. Der innere Konflikt Isabels wird nie vernünftig ausgearbeitet und gerät sogar zeitweilig völlig in Vergessenheit. Irgendwann wußte ich gar nicht mehr worauf der ganze Kappes überhaupt hinaus will. Vom Härtelevel darf man auch nicht viel erwarten, was das blaue 16er Siegel schon vorab verrät. Mehr als ein paa vereinzelte Blutstropfen sind da auch nicht zu holen. Keine brutalen Bisse, in einer Szene wird kurz ein durchgebissene Kehle angedeutet, aber das wird keinem Blutfreak die Lefzen feucht werden lassen.
Was können wir positives über dieses Schundstück sagen? Die nächtliche Tower Bridge sieht gut aus, könnte aber auch von jedem Touri so mit der Digicam festgehalten werden. Für Voyeure gibt es halbnackte Frauen im Überfluß, die aber züchtig ihre Strapse anbehalten und wirklich erotisch wirkt das ganze Treiben jetzt auch nicht. Temptation ist insgesamt komplett für die Tonne und ist nur um Blutspurbreite an der Tiefstnote vorbeigesegelt. Null Spannung, null Horror, null Interesse. Ich war froh als der Mist vorbei war.
1,5/10

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