1809 flieht der österreichische Zimmermann Franz mit seiner bayerischen Frau Katharina von Augsburg zu seiner Familie ins von Napoleon besetzte Tirol. Doch Unruhen brauen sich zusammen und Franz und seine Brüder ziehen in den Krieg.
Ein Hochschulabschlussfilm, der den Freiheitskampf der Tiroler gegen Napoleon und die Bayern aus Sicht des Paares Franz und Katharina zeigt.
Zwar ist dem Film technisch und auch darstellerisch nichts anzukreiden, auch wird die schöne Berglandschaft Tirols in entsprechend schönen Bildern eingefangen, doch leider ist die Geschichte wenig mitreißend oder berührend.
Zunächst mal liegt das daran, dass (mir) die Tiroler, wie sie im Film dargestellt werden, und vor allem Franz wenig sympathisch sind. Sie sind griesgrämig, unhöflich und undankbar. Einerseits nachvollziehbar, wenn man nicht in Freiheit leben kann, aber das Verhalten der Familie und einiger anderer Personen gegenüber Katharina ist schon arg.
Katharina ist zwar sympathisch, trifft aber eine himmelschreiend dumme Entscheidung, deren üble Folgen ein dreijähriges Kind hätte absehen können. An dieser Stelle ist die Reaktion der Familie wiederum höchst verständlich. Leider sorgt diese Entscheidung nicht für Drama, sondern für Kopfschütteln und WTF-Gedanken. Verbunden mit dem Fakt, dass der Film zwar nicht langweilig, aber dennoch extrem zäh ist und sich die erste der beiden Stunden Laufzeit wie das Dreifache anfühlt, sorgte das für den Abbruch. Ich hab das einfach nicht durchhalten können.
Schade eigentlich, denn die Bergatmosphäre wird eigentlich ziemlich gut aufgebaut und der Score wirkt dazu sehr stimmig.
Zäh wie altes Leder. Tirol ist hübsch, aber der Film deutlich zu lang. Und Freiheitskämpfer Hofer tappt in den ersten anderthalb Stunden zweimal durchs Bild, der Rest ist Familiendrama mit dummen Entscheidungen.
Als Drama ist er aber nicht dramatisch genug und als Historienfilm um den Freiheitskampf nicht freiheitskämpferisch genug.