Toller Gruselfilm, der "The 6th Sense" und "Schatten der Wahrheit" in nichts nachsteht. Der Film besticht nicht unbedingt durch Story, aber durch die toll angesetzten Horroreffekte und die Leistung von Kevin Bacon. Er ist der Mittelpunkt des Films, alles ist auf ihn als Hauptdarsteller zugeschnitten. Das bringt natürlich eine große Verantwortung mit sich, doch Bacon meistert diese und gibt eine grandiose Wandlung vom selbstverliebtem Besserwisser zum verängstigtem Häufchen Elend. Allen Vorzügen voran gehen natürlich die Effekte. Immer wieder platzt der Geist der toten Frau in eine völlig harmlose Situation und zerstört die innere Ruhe, die sich bis dahin beim Zuschauer angesammelt hat. Ab da weiß er, wieder auf alles gefasst zu sein. Gnadenlos ballert der Regisseur einen Schockeffekt nach dem anderen los, nicht die Brutalität ist hier Trumpf, sondern die Antizipation der Effekte, den richtigen Moment abzuwarten, um dann den Zuschauer zu erinnern, dass er bei diesem Horrorfilm auf alles gefasst sein muß.
Das Motiv mit dem Geist ist nicht neu, aber hervorragend verarbeitet und überhaupt nicht kopiert bei Filmen wie "The 6th Sense". Immer wird ein neuer Hinweis gegeben, der auf den Geist schließen läßt, so dass der Zuschauer wie Tom Witzky langsam die grausame Wahrheit erfährt.
Insgesamt nimmt das Kind eine zu große Rolle ein, das ist bei "The 6th Sense besser verarbeitet worden, bei "Echoes" ist das Kind eigentlich überflüssig, die Story ist auch ohne den Sohn von Tom Witzky stimmig.
Abschließend sei gesagt, dass der Film ein Muß ist bei jedem Horrorabend, den er ist ein beweis dafür, dass auch ohne Blut Spannung erzeugt werden kann!
10/10 Punkten!