Ich bin ein großer Fan von den Coen Brüdern und ihren schrägen Geschichten, da diese einfach immer irgendwie einzigartig sind.
Fargo wurde mit Preisen überschüttet ( u.a. mit 2 Oscars für Drehbuch und Hauptdarstellerin), hat aber meinung nach keinen davon wirklich verdient. Fargo ist einer jener Filme die mir allgemein einfach etwas zu hoch gehypt werden.
Das größte Manko an diesem Film ist für mich einfach der Plot selbst. Die Entführungsgeschichte ist beinahe so alt wie das Kino selbst. Doch zum Beispiel hat der geniale Big Lebowski, durch einen genialen Humor und haarsträubenden Wendungen dies vergessen gemacht. Fargo ist meiner Meinung nach selbst wenn man den sogenannten schwarzen Humor mag( ich würde mich da dazu zählen), nicht sonderlich komisch. Der Drehbuchoscar ist absolut nicht gerechtfertigt, da haben die Coens schon viel besseres zu Papier gebracht. Auch die Inszenierung ist im Gegensatz zu anderen Coen Werken sehr schlicht gehalten.
Das hört sich jetzt alles sehr vernichtend an, aber Fargo ist keineswegs ein schlechter Film. Das es sich hier nicht um einen üblichen Fernsehkrimi handelt wird man vor allem wegen der Gewalt und der Boshaftigkeit des Filmes merken. Erwähnenswert ist hier natürlich die (fast) schon legendäre Häckslerszene, die nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet ist. Auch so gibt es noch ein paar blutige Einschüsse. Ebenfalls gut sind die Darsteller, wobei ich sagen muss das der Oscar für McDormand ebenfalls total übertrieben ist. Sie spielt nicht schlecht, mehr aber auch nicht und außerdem hat sie nicht gerade die Hauptrolle. William H. Macy ist da schon besser, am besten sind allerdings Steve Buscemi, der hier mal sein brillantes Talent in einer größeren Rolle beweisen kann und Peter Stormare als Entführer.
Fazit: Fargo ist zwar weitgehendst unterhaltsam, aber für mich eindeutig überschätzt. Da bin ich von den Coens eigentlich besseres und vor allem originelleres gewohnt. Gut ist das Ganze selbstverständlich trotzdem noch.
8/10