Review

Loved Ones ist größtenteils ein Sammelssurium aus bekannten Horror-Elementen.
"Normaler" wird von Psycho-Familie gefangen genommen. Diese sind zwar optisch nicht degeneriert aber frönen ihrem Treiben schon lange.
Der Gefangene kann dann kurz entkommen, wird wieder eingefangen und muss weiter Folter erleiden.
Klar, die Irren sind Sadisten aber ohne irgendeine Begründung.
In seinen besten Szenen ERINNERT der Film an das Original Kettensägen Massaker. Dabei steht in besagten Szenen wie bei TCM nicht die Explizität der Gewalt oder Folter im Vordergrund sondern das Auswalzen der angetanen Qualen. Im Vergleich erinnert  die Inszenierung der Bohrmaschinenszene aus Loved Ones and die Machart der Hammer und -Eimerszene aus TCM.
Szenen wie diese, bleiben dann eher hängen wie die Nahaufnahmen bei z.B Messer durch den Fuss jagen.Obwohl diese auch allesamt gut dosiert und für den geneigten Splatter/GoreFan auch etwas für Auge bieten.
Gut gefiel mir auch,dass der Film gerade (und eigentlich nur) am Anfang versucht den Charakteren ein gewisse Tiefe zu geben. Leider läßt dies zu schnell nach und findet keine Verbindung mehr im Rest des Films. Außerdem werden Personen eingeführt und bekommen viel Screentime,die nichts mit dem eigentlichen Geschehen zu schaffen haben.
Die Atmosphäre ist eher durchwachsen.Der Film wird nie richtig spannend und nie richtig fies.Bei 80 Minuten Laufzeit kommen gerade gegen Ende, welches vorhersehbar und null innovativ ist, doch einige Längen zum tragen, da man alles schon gesehen hat und den weiteren Verlauf kennt.
Achtung leichte Spoiler:
Was wirklich nervt ist das diletantische Verhalten des Hauptcharakters. Da schafft er es sofort am Anfang zu fliehen, versteckt sich unter dem Auto, in welches der böse Daddy einsteigt und losfährt.Er rollt sich dann genau ins Sichtfeld unter dem Auto hervor und haut vor dem Auto ab,welches gegen einen Baum rast.Stattdessen weiter in den Wald abzuhauen, flieht er auf den Baum und wird wieder eingefangen.
In einer weiteren Szene später erledigt er den Daddy im Wohnzimmer und schlägt die fiese Tochter K.O. wendet sich wieder zu Daddy und wirft ihn in eine Grube im Fussboden und wartet schön brav davor bis die Tochter sich wieder erholt hat und auch ihn von hinten dort hinein befördert.
Darstellerisch sind alle noch OK, ansonsten bietet der Film aber nichts Neues und verpackt Altes auch nicht besonders gut.

6 von 10 Punkten

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