Man sollte sich als Mann nicht mit Frauen anlegen...
Irgendwo in Florida, noble Gegend, reiche Leute. Der Vertrauenslehrer Sam Lombardo wird beschuldigt, Kelly, die Tochter einer reichen Familie, vergewaltigt zu haben. Während der Ermittlungen stellt sich heraus, daß ein Jahr zuvor Suzy, eine andere Schülerin, ebenfalls von Lombardo vergewaltigt wurde. Doch dank eines klugen Anwalts entlarvt man die Vorwürfe als Lügengespinst, Lombardo erhält ein großes Schmerzensgeld. Aber jetzt fangen die Verwicklungen erst an, denn nichts an dieser Geschichte ist so, wie es aussieht, und wer den Abspann nicht anguckt, wird etwas verpassen, denn sogar die Polizisten haben Dreck am Stecken, und tot ist man noch lange nicht, nur weil man einen Blutfleck hinterläßt. Lombardo jedenfalls begreift schnell, daß er das Spiel gegen die Damen diesmal nicht gewinnen wird.
Man könnte natürlich sagen, daß der eine oder andere Twist der Story zuviel des Guten ist, aber wenn man sich auf die Geschichte einläßt, wird man intelligent unterhalten. Die Schauspieler geben sich redliche Mühe, selbst Nebenrollen sind, wie beispielsweise durch Bill Murray, prominent besetzt. Der eigentliche Star aber ist weder Matt Dillon noch Neve Campbell, auch nicht Denise Richards, deren Brüste wahrlich aufgeblasen zu sein scheinen, sondern die Gegend, in der man den Film angesiedelt hat. Traumhafte Sonnenuntergänge, dämmriges Licht, Boote, reiche Leute, mondäne Clubs, da will man sofort aus Deutschland weg und erstmal wieder Urlaub machen. Auch die Filmmusik, bestehend, aus stimmigen Instrumentalstücken und aktuellen Charthits sorgt für die richtige Atmosphäre.
Ein erotischer Thriller, fürwahr, mit einer spannenden Story und genug Überraschungen für zwei Filme. Doch das ist auch der Kritikpunkt des Films; nicht, daß die Story nicht logisch wäre, aber es geht um die für den Zuseher nachvollziehbaren und vor allem im voraus planbaren Aktionen der Beteiligten. Hier hat man zuviel des Guten gewollt, der eine oder andere Plottwist weniger wäre für den Fluß des Films vielleicht besser gewesen. So werden stets neue Verdächtige und Kumpel präsentiert, nur, um die Allianzen schnell wieder zu zerstören. Aber wie bereits gesagt, an Unterhaltungsfaktor fehlt es nicht, lieber eine Wendung zuviel als gar kein intelligentes Drehbuch – 7/ 10