Bei „Eclipse“ handelt es sich um die Verfilmung des dritten Kapitels der ebenso beliebten wie erfolgreichen „Twilight Saga“ Stephenie Meyers: Basierend auf Faktoren wie mehr als 40 Millionen verkaufte Bücher, Heerscharen erwartungsvoller Fans sowie einem Einspielergebnis der ersten beiden Leinwand-Adaptionen von über 1,1 Milliarden Dollar allein an den Kinokassen dieser Welt (ganz zu schweigen von den enormen Gewinnen aus den Geschäften mit DVDs, BluRays und Merchandise-Artikeln), konnten sich die Entscheidungsträger im Hause „Summit Entertainment“ relativ entspannt und zuversichtlich auf die generierte Kraft und Nachfrage eben jenes ausgeprägten „Pop-Kultur-Phänomens“ verlassen – und so stockten sie das Budget des dritten Teils kurzerhand um rund 18 Millionen (auf nun insgesamt 68) auf, verpflichteten den britischen Regisseur David Slade, der sich zuvor mit dem kontroversen Psycho-Thriller „Hard Candy“, dem brutalen Horror-Streifen „30 Days of Night“ sowie mehreren düsteren Musik-Videos (u.a. für Künstler wie Tori Amos, Aphex Twin, Muse oder die Stone Temple Pilots) einen Namen gemacht hatte, und veröffentlichten das Werk schließlich inmitten der cineastischen Sommersaison 2010, also nur rund sieben Monate nach dem Starttermin seines Vorgängers („New Moon“)...
Seit einiger Zeit wird die nordwest-amerikanische Metropole Seattle von einer mysteriösen Gewaltserie erschüttert, im Zuge derer etliche Menschen sowohl spurlos verschwunden sind als auch brutal ermordet aufgefunden wurden. Während die Medien, Anwohner und Behörden nicht nur im Hinblick auf die Täter- und Motiv-Frage(n) weitestgehend im Dunkeln tappen, ist der einige Stunden entfernt (im kleinen Städtchen Forks) ansässige Vampir-Clan der Familie Cullen, welcher unter der Führung des Arztes Carlisle (Peter Facinelli) stets eine möglichst friedliche und unauffällige Existenz zu hegen versucht hat, dank der Gabe der Seherin Alice (Ashley Greene) längst dahinter gekommen, dass eine zunehmend anwachsende Gruppe von frisch verwandelten Blutsaugern für die Vorfälle verantwortlich ist. Da „Neugeborene“ dieser Art besonders stark und aggressiv sind, stellen sie eine nicht unerhebliche Gefahr für alle Beteiligten dar – zumal ihr Anführer (Xavier Samuel als Riley) ausgerechnet aus Forks stammt und mit seiner „Armee“ anscheinend kurz davor steht, genau dorthin zurückzukehren bzw. aufzubrechen. Aber welchen Zweck verfolgt er damit – unabhängig dessen, dass er eigentlich als zu jung und unerfahren gilt, um etwas in jener Größenordnung zu initiieren: Kann es daher sein, dass er eventuell über einen mächtigen Verbündeten verfügt, der ihn unterstützt sowie in gewisser Weise „lenkt“? Und warum ist der einflussreiche Clan der Volturi, trotz des Ausmaßes der beunruhigenden Aktivitäten, in dieser Hinsicht bislang noch immer nicht (einschreitend) tätig geworden? Als die Hintergründe dieser Geschehnisse und Entwicklungen schließlich zutage treten, wird jedem sofort unmissverständlich klar, dass eine finale Konfrontation auf keinen Fall mehr zu vermeiden ist...
Bis es letzten Endes dazu kommt, passiert (selbstverständlich) aber auch noch eine ganze Menge in anderen Belangen und Bereichen der Geschichte: Seit Edward (Robert Pattinson) seiner Bella (Kristen Stewart) einen Heiratsantrag gemacht hat, und sie sich im Folgenden darauf zu einigen vermochten, dass er sie nach ihrer Eheschließung „endlich“ in einen Vampir verwandelt, was im Prinzip ja ihrem größten Wunsch entspricht, bereiten sich beide auf eben dieses Ereignis vor, welches unmittelbar nach ihrem demnächst anstehenden Schulabschluss stattfinden soll. Da jener Schritt jedoch unausweichlich (u.a.) mit einem Abschied aus Forks einhergehen müsste, haben sie bislang noch keinem davon erzählt – erst recht nicht ihrem Dad (Billy Burke), der von Edward ohnehin „nicht so wirklich“ überzeugt bzw. begeistert ist. Gar komplizierterer Natur ist da Bella´s Freundschaft mit Jacob (Taylor Lautner), für den sie ebenfalls Empfindungen aufweist – nur dass seine eigenen (indessen) ungleich intensiver sind: Seine Bemühungen, sie doch noch für sich zu gewinnen, bevor es zu spät ist (sprich: sie zu einem Vampir wird), führen ständig zu verschiedenen gefühlsbetonten Konflikten zwischen den zwei Konkurrenten und ihrem gemeinsamen „Objekt der Begierde“. Darüber hinaus droht Bella momentan zudem akute Gefahr für Leib und Leben durch die neuerliche Rückkehr Victorias (Bryce Dallas Howard) in die Region – jener bösartigen Vampir-Dame, deren Partner zuvor von Edward (im 1.Teil) getötet wurde, weshalb sie sich nun „über Bella“ an ihm zu rächen gedenkt. Um ihre Liebste zu schützen, ist es fortan entscheidend, dass Edward und Jacob ihre Differenzen erst einmal der brisanten Lage unterordnen sowie zu diesem Zweck in Form eines Bündnisses zusammenarbeiten – ebenso wie die Angehörigen des Cullen-Clans mit dem „Wolf Pack“ des (seit jeher mit ihnen verfeindeten) Indianer-Stamms der Quileute, da keine der Parteien (für sich allein) eine aussichtsreiche Chance gegen Riley und seine blutrünstige Gefolgschaft hätte...
„Eclipse“ eröffnet und endet jeweils in Gestalt einer Szene, in der unsere beiden „Star-Crossed-Lovers“ inmitten einer von prächtigen Bäumen umringten sowie mit farbenfrohen Blumen bewachsenen Wiese den aktuellen Stand ihrer Beziehung besprechen: Kitschig und romantisch zugleich – was von ihren gewählten Worten, der Musikuntermalung sowie dem leichten Glitzern seiner blassen Haut im Sonnenlicht noch zusätzlich unterstrichen wird. Da man die „Twilight Saga“ bislang aber nie anders kennengelernt hat, sollte man damit inzwischen eigentlich umzugehen wissen – zumal sowohl die „überdramatisiert emotionalen“ als auch unfreiwillig komischen Momente dieses Mal merklich weniger geworden sind. Obgleich sich der konkrete Ausgang bereits deutlich abzeichnet, markiert das „Dreiecks-Beziehungsgeflecht“ zwischen Bella, Edward und Jacob weiterhin den zentralen Storykern: Stetig beginnt ihr der Umfang der Auswirkungen ihres ins Auge gefassten (und dann ja nicht mehr rückgängig zu machenden) Entschlusses klarer zu werden, je näher der angedachte Termin rückt – als Vampir wäre es nämlich (beispielsweise) unabwendbar, ihre Freunde und Familie hinter sich zu lassen. Genau das will Jacob jedoch unbedingt verhindern, denn er liebt sie innständig und will ihr zudem die Möglichkeit des Führen eines ganz normalen Lebens (inklusive des Beibehaltens ihrer „Menschlichkeit“) bewahren. Das Problem dabei ist nur, dass er (bei ihr) über die „Position“ eines „besten Freundes“ nicht hinauskommt. Zu guter Letzt ist diese gewichtige Entscheidung aber ohnehin allein die ihre – eine schwierige Abwägung zwischen Gefühlen und Vernunft, gerade für ein Mädel in ihrem Alter, welches (nicht nur im Rahmen dieser außergewöhnlichen Umstände) von zwei ebenso gut aussehenden wie charakterlich ansprechenden Typen umgarnt und beeinflusst wird...
Während Edward und Bella in „New Moon“ die überwiegende Zeit getrennt voneinander verbrachten, was bekanntermaßen in einer Menge Herzschmerz, Tränen und schwermütige Gedanken resultierte, sind sie im vorliegenden Fall die komplette Lauflänge miteinander vereint: In diesem Zusammenhang ist es recht angenehm festzustellen bzw. mitzuerleben, dass ihre (gefestigte, insgesamt bei weitem aber noch nicht unzerbrechliche) „Verbindung“ ehrlich und stimmig anmutet – und sie es sporadisch sogar schaffen, in bestimmten Situationen mal ein Lächeln aufblitzen oder sich zu einem amüsant-bissigen Spruch hinreißen zu lassen. Sexuelle Anspannung liegt ebenfalls in der Luft, denn Bella ist noch Jungfrau und hätte nicht wirklich etwas dagegen, diesen „Zustand“ zu ändern – allerdings will Edward das Risiko, im Zuge des Geschlechtsakts eventuell die nötige „Zurückhaltung“ zu verlieren, nicht eingehen, schließlich könnte ein solcher Kontrollverlust durchaus zu ihrem ungewollten Tode führen. In einer noblen kleinen Ansprache erklärt er ihr daher feinfühlig, dass Sex für ihn erst nach ihrer Hochzeit Schrägstrich Verwandlung in Frage kommt – ja, mit über 100 Lebensjahren ist er wahrlich ein „Mann der alten Schule“. Die Rivalität zwischen ihm und Jacob mündet (nach diversen Sticheleien und Reibereien) irgendwann übrigens in einer Szene im dritten Akt, in der sich das Trio in einem Zelt auf einem Berghang inmitten eines plötzlich hereinbrechenden Schneesturms wiederfindet und Bella aufgrund der vorherrschenden Kälte zu erfrieren droht: Da Edward sie (mit seinem eisigen Vampirkörper) nicht wärmen kann, muss er es daher (wohl oder übel) zulassen, dass der „heißblütige“ Jacob diese Aufgabe übernimmt – eine interessante Konstellation, denn jener ist seiner Traumfrau somit näher als selten zuvor, und das im Beisein Edwards, der seine Gedanken zu lesen vermag. In dieser Nacht sprechen sich beide überdies ein Stück weit aus – und müssen sich im Verlauf des Gesprächs (u.a.) eingestehen, dass sie unter anderen Voraussetzungen und Bedingungen vermutlich sogar hätten Freunde sein bzw. werden können...
Am nächsten Morgen bittet Bella Jacob dann um etwas ganz Spezielles, nachdem jener zuvor von ihrer Verlobung erfahren hat und mit diesen aufgewühlten Gedanken und Emotionen nun „in die Schlacht ziehen“ will: Insbesondere Edward´s Reaktion auf das Folgende empfand ich als sehr einträglich dargeboten von Robert Pattinson („Remember Me“), dessen angenehm zurückhaltende Performance mir auch ansonsten prima zusagte – was sich im Einklang mit meiner generellen Feststellung befindet, dass alle Akteure weiter in ihre Rollen hineingewachsen sind, weshalb sie deutlich mehr (als bislang) aus ihnen „herauszuholen“ vermochten. Taylor Lautner („Valentine´s Day“) verfügt dieses Mal über eine stärkere Leinwand-Präsenz, wirkt kantiger und resoluter – eine unstreitig positiv zu wertende Entwicklung. Kristen Stewart („Panic Room“), die hier übrigens eine Perücke trägt, da sie sich für den im Vorfeld gedrehten Indie „the Runaways“ die Haare hat kurz schneiden lassen, definiert ihre Figur (primär dank ihrer reservierten Herangehensweise) überaus treffend: Bella ist gereifter, weniger passiv und hat zudem die meisten der „Ticks“ abgelegt, welche sie früher des Öfteren an den Tag legte – und die subtile Art und Weise, mit der Kristen regelmäßig Anflüge von Unsicherheit und Traurigkeit transportiert bzw. in ihr Spiel einflechtet, passt perfekt zu Bella´s Persönlichkeit. Die Interaktionen zwischen ihr und ihrem Dad (verlässlich und gut: Billy Burke, „Ladder 49“) sind erneut erquickend herzlich und amüsant ausgefallen, wohingegen die Screen-Time ihrer Schulfreunde merklich zurückgefahren wurde – eine dem zügigen Verlaufsfluss zuträgliche Entscheidung, bei der aber dennoch darauf geachtet wurde, der aufstrebenden Newcomerin Anna Kendrick („Up in the Air“) noch genügend Raum zum Glänzen zuzugestehen, was jener dann auch ohne größere Anstrengungen (etwa beim Halten der Abschlussrede) gelingt…
Angeführt von dem besonnenen Carlisle (solide: Peter Facinelli aus TV´s „Fastlane“), haben die Cullens Bella schon vor ihrer Verwandlung als „vollwertiges Mitglied der Familie“ akzeptiert und aufgenommen – weshalb es für sie außer Frage steht, sich schützend vor sie stellen, ganz unabhängig der Bedrohung. Per Flashbacks und Erzählungen hat man nun (ebenfalls) damit begonnen, bislang eher in der „zweiten Reihe“ verbliebene Angehörige des Clans mit mehr Background zu versehen: Auf diesem Wege erhalten wir (die Zuschauer) zum Beispiel vorgeführt, wie es eigentlich dazu kam, dass Jasper (nicht ganz so blass wie bislang: Jason Rathbone, „Dread“) und Rosalie (wie immer anständig agierend: Nikki Reed, „Thirteen“) zu Vampiren wurden – jeweils recht tragische kleine Episoden, die einige ihrer Kenntnisse und Verhaltensweisen in der Gegenwart erklären. Eine ähnliche Rückblende wurde auch dem Stamm der Quileute zugestanden, in welcher die Ursprünge der Fehde zwischen ihnen und den Blutsaugern dargelegt werden. Apropos „Wolf Pack“: Im Vergleich zu „New Moon“ gibt es auffallend weniger Szenen mit ihnen in ihrem „menschlichen Zustand“, in welchem die Männer ja andauernd halbnackt in der Gegend herumlaufen – was die „homoerotischen Anflüge“ erfreulich minimiert. Darüber hinaus gibt es unter ihnen sogar einen toughen weiblichen Neuzugang zu verzeichnen – nämlich Julia Jones („Hell Ride“) als Leah Clearwater. Die Reihen der Widersacher füllen in „Eclipse“ Victoria, Riley und die „Neugeborenen“ aus: Nachdem sie den Part ersterer nicht mehr übernehmen konnte (oder durfte?), was in der Öffentlichkeit ja nie wirklich vernünftig kommuniziert wurde, hat man Rachel Lefevre hier kurzerhand durch Bryce Dallas Howard („the Village“) ersetzt – und obwohl ich Miss Howard als Schauspielerin per se sehr schätze, gefiel mir Rachel (wie im Prinzip befürchtet) wesentlich besser, da sie einfach eine weitaus „wildere und gefährlichere“ Ausstrahlung innehielt. Riley wird vom Australier Xavier Samuel („the Loved Ones“) verkörpert: Seine gebotene Leistung würde ich als „in Ordnung gehend“ einschätzen – speziell im Kontext der Franchise betrachtet. Alles in allem hätte ich einige der Mitwirkenden jedoch gern länger auf der Leinwand erblickt – wie etwa die ein Mädchen aus Riley´s Gefolge mimende Jodelle Ferland („Tideland“), die abermals herrlich arglistig anmutende Dakota Fanning („Hounddog“) als Abgesandte der Volturis sowie Ashley Greene („Skateland“) in der Rolle der süßen Seherin Alice…
Schon gleich zu Beginn, während seines unerwartet düster-unbehaglichen Prologs, erhält man einen anschaulichen ersten Eindruck der späteren Feststellung präsentiert, dass der Film kantiger und reifer als seine Vorgänger ausgefallen ist – insbesondere in den Bereichen Atmosphäre, Gemütsbewegungen und Gewalt. Stilvoll und inspiriert setzte Regisseur David Slade die Geschehnisse in Szene – die Dramatik der emotionalen Spannungen befindet sich dabei auf einer Ebene mit jener der drohenden Gefahr der sich kontinuierlich nähernden Feinde. Eingebettet in einem raschen Tempo, wechseln sich ruhigere und Action-reichere Momente regelmäßig ab – und da es dem Kern der Fans der Romanreihe ohnehin nicht vorrangig um letztere Elemente innerhalb der Story geht, vermag man diese getroffene Balance definitiv als einen „guten Mittelweg“ zu charakterisieren, der auch anderen Publikumsvertretern (wie z.B. dem männlichen Geschlecht) merklich entgegenkommen sollte. Unterlegt mit einem stimmungsvollen Score Howard Shores („the Lord of the Rings“) sowie ansehnlich bebildert von Javier Aguirresarobe („the Road“), welcher die schönen Landschaftsimpressionen British Columbias ebenso beseelt eingefangen hat wie die mimischen Reaktionen der Beteiligten auf diverse Erkenntnisse und innere Konflikte, schuf Slade ein hochwertiges Werk, an dem es (in diesen Belangen) kaum etwas auszusetzen gibt. Die CGI-Effekte haben sich ebenfalls (wiederum) verbessert: Die weiten Sprünge und raschen Bewegungen der Vampire sehen inzwischen geschmeidig und fließend aus – und auch die komplett am Rechner erschaffenen Wölfe können in einem zufrieden stellenden Maße überzeugen. Die einzelnen Fights sind durchweg unterhaltsam und auf den Punkt arrangiert worden, entfalten sich also weder zu lang noch zu kurz – und gerade die beiden zentralen Auseinandersetzungen im Schlussakt sind wahrlich unterhaltsam mitzuverfolgen. Trotz der vorgegebenen Freigabe sind die Übergriffe und Konfrontationen zudem nicht allzu „zimperlicher“ Natur: Würden diese Vampire hier „normal“ sterben, würde wahrlich eine Menge Blut fließen – vorliegend „zerbrechen“ sie jedoch bei extremer Gewalteinwirkung, so als würden sie aus Marmor oder hartem Porzellan bestehen, was sowohl ein cooler Einfall als auch echt schick anzusehen ist...
Wie schon bei den vorherigen Teilen, stammt das Drehbuch erneut aus der Feder Melissa Rosenbergs: In Anbetracht des markanten Ausgangsmaterials war ihr (in inhaltlicher Hinsicht) ja noch nie ein echter Vorwurf zu machen – und so auch vorliegend nicht, im Gegenteil gar, denn insgesamt wirkt ihr Skript erfreulich „rund“, unabhängig der eingangs noch weitestgehend getrennt voneinander verlaufenden Haupt-Storylines. Zur Freude des „normalen“ Zuschauers lässt die kompakte Dichte der einzelnen Szenen bzw. Ereignisfolgen keinerlei Längen aufkommen – wohingegen Freunde des Buches eventuell eine gewisse Oberflächlichkeit bemängeln könnten, da einige Details auf diesem Wege (unweigerlich) auf der Strecke bleiben mussten. Der Grundton ist bei weitem nicht mehr so „depressiv“ (von Liebeskummer geprägt) wie noch in „New Moon“ – weshalb die Einbindung eines augenzwinkernden Humors auch eine ebenso willkommene wie passende Zugabe markiert: Als Edward Bella an einer Stelle etwa in Jacob´s Obhut übergibt, der sie bereits mit nacktem Oberkörper am Wagen stehend erwartet, meint ersterer prompt „Doesn´t he own a shirt?“ – und jener wiederum kann es sich zu einer späteren Gelegenheit einfach nicht verkneifen, seinem „Konkurrenten“ die verbale Spitze „Let´s face it: I´m hotter than you“ entgegenzuhalten, als nur er sie mit seinem Körper (im Zelt) zu wärmen vermag. Momente wie diese sind zugleich erfrischend und amüsant beizuwohnen – selbst wenn man die genauen Hintergründe für diese Gegebenheiten nicht klar dargelegt bekommt, während sie in der Roman-Vorlage konkret erläutert werden. Inzwischen kann ich verstehen, warum die Franchise eine derart riesige Anhängerschaft besitzt, schließlich bietet sie ihrem „Gefolge“ eine relativ unterhaltsame Geschichte, die einem (durchaus nachvollziehbar) die Möglichkeit einer „inneren Flucht vor der Wirklichkeit“ offeriert – und das nicht allein aufgrund ihrer Fantasy-Anteile, sondern primär weil sich in ihr viele eigene Gedanken, Sorgen und Empfindungen wiedererkennen lassen. Ich bin gespannt, ob sich der (unterm Strich) zu verzeichnende „qualitative Aufwärtstrend“ demnächst auch in Gestalt von „Breaking Dawn“ fortführen wird – dem großen Finale der Reihe, welches die Verantwortlichen im Hause „Summit“ den sehnsüchtig wartenden Fans im Übrigen (dem „Warner Brothers“- bzw. „Harry Potter“-Vorbild folgend) auf zwei Filme verteilt darreichen werden…
Fazit: Erstmalig gelingt es „Eclipse“, dem Publikum (innerhalb der „Twilight Saga“) eine angenehm ausgewogene Kombination aus melodramatischen und packenden (spannenden und Action-reichen) Elementen zu präsentieren – und das schön bebildert, ansprechend besetzt, einen straffen Verlaufsfluss aufweisend, handwerklich achtbar realisiert sowie auf einer recht zugänglichen Geschichte über Liebe, Rache, Aufopferung und verschiedenen anderen (daraus resultierenden) inneren Konflikten basierend. Wichtig ist (und bleibt) allerdings dennoch festzuhalten, dass derjenige, der mit den Büchern und/oder ihren Adaptionen bislang noch nie etwas anzufangen wusste, auch dieses Mal besser fernbleiben sollte…
„6 von 10“