Der 33-jährige Barry ist ein notorischer Frauenheld. Sex mit möglichst vielen verschiedenen Partnerinnen scheint das einzige Interesse des Schwerenöters zu sein. Genau das wird Barry eines Tages zum Verhängnis. Der Vater einer seiner zahlreichen enttäuschen Freundinnen schwingt mit Präzision und Nachdruck eine Trompete in Barrys Weichteile, und Barrys zerquetschte Hoden müssen daraufhin entfernt werden. Der Entmannte hadert mit seinem Schicksal und meint, dass es ihn nicht schlimmer hätte treffen können. Doch dann flattert eine Vaterschaftsklage von einer Frau ins Haus, an die er sich nicht einmal erinnern kann. Entgegen seiner bisherigen Überzeugung wagt er den Versuch, sein Leben auf den Kopf zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und die werdende Mutter zu unterstützen.
Hauptkriterien bei einer Komödie sind für mich standardmäßig die Gagdichte und -Qualität und gerade in diesen Disziplinen hat Barry Munday trotz des schrägen Titels so ziemlich komplett versagt. Ich würde sogar so weit gehen, das Ganze eher als Drama zu bezeichnen, denn nach den ersten 20 Minuten (die ganz ok sind) und der unheiligen Kombination aus Kino, Trompete und wütendem Vater mit dem folgenschweren Testikelverlust wandelt sich Lustmolch Barry um 180 Grad vom Saulus zum Paulus, ohne das die Story das plausibel rüberbringt.
Denn nach dem Verlust der Samensproduktionsmaschinerie und der plötzlichen Erkenntnis, das er der letzte Vertreter der Munday Dynastie ist, wird er zum braven Stubentiger, als eine Verflossene ihre Schwangerschaft von ihm verkündet. Ab hier hab ich dann wirklich kaum noch etwas von Humor erkannt. Barry biedert sich als treusorgender Vater an, besucht Eltern und Arzttermine, obwohl er als Vergewaltiger gilt und die zickige Ginger und ihre noch gerade wohlgesonnen Eltern jeden normalen Menschen wohl schreiend in die Flucht getrieben hätten.
Wie gesagt Drama pur, bei dem lediglich das Vieraugengespräch von Vater Malcolm Mcdowell und Barry noch für Amusement sorgen kann. Ansonsten geht jeder Biss verloren, Schwerenöter Barry wird zum Kuschelbär degradiert und das Interesse an der Story schwindet zusehends. Sorry, aber diese Komödie hat wirklich keine Cojones.4/10