Review

Inception schafft es leider nicht zu einem Meisterwerk.
Das liegt weder an einer zu hohen Erwartungshaltung noch an Antipathie gegen z.B. Leo (im Gegenteil-ich halte ihn für grandios) oder Nolan, oder gar in einer direkten Gegenüberstellung zu Matrix.
Um dennoch kurz bei Matrix zu bleiben, hat es Matrix 100% geschafft eine neue innovative, philosophische Story mit genialer Action und super Effekten zu liefern.Deren Wiederschauwert fast auf höchsten Niveau verblieb.
Wie gesagt, es soll kein Vergleich des Sujets sein.Aber die einzelnen Komponenten bei Inception haben verschiedene Klasse.

Achtung leichte Spoiler:

Ganz klar und wirklich neu ist die Grundidee des Träumens und der verschiedenen Phasen.Daraus macht Nolan auch einiges-aber längst nicht alles.
MMn setzt er, gerade gegen Ende,die falschen Akzente.Aber auch die Eröffnungssequenz dient einzig und allein als Erklärungsstüze für den Zuschauer.Hier macht Nolan den Fehler,besagte Eröffnungssequenz in die Hauptstory zu involvieren,leider trifft es nur dieselben Personen ohne einen Hauch einer Verbindung zum Rest der Geschichte. Besser wäre ein komplett anders Szenario mit nicht mehr auftretenten Figuren auf Seiten der "Subjekte" gewesen.Denn so entstehen leider sehr schwache Verbindungsstellen.(Warum lässt sich Leo mal gerade eben mit einem Satz zwischen Tür und Angel so leicht überzeugen-ohne Garantieen,von einem Mann der kurz vorher noch "Subjekt" war?) Auch ist der Grund der ganzen Aktion stark unglaubwürdig.
Ein Geschäftsmann soll dazu gebracht werden sein geerbetes Unternehmen zu splitten, also soll ihm ein positiver Gedanke gepflanzt werden.Ihm wird vorgegaukelt es gäbe ein zweites Testament.Als Fischer dann den Gedanken annimmt, stelle ich mir die Fargen,was ist ,wenn er rausbekommt,dass es in der realen Welt gar kein zweites Testament gegeben hat?Komischerweise kann er sich nach dem Aufwachen an nichts mehr erinnern.Die Flugzeugkabine ist voll von seinem Traumbegleitern.Im ganzen Film ging nie hervor,dass man sich später an nichts mehr erinnern kann.Im Gegenteil,als Ellen Page sich entschließt,dem Projekt beizuwohnen,tut sie dies schließlich auch nur aufgrund von Erinnerungen. Und Fischer will während des ganzen Fluges,natürlich als er wieder wach war, keinen mehr erkannt  haben???
Ein bißchen unausgegoren wirkt dies schon.
Trotz seiner Laufzeit von fast 2 1/2 Stunden schaftt es Nolan die Spannung stabil zu haltenund gegen Ende sogar schön anzuziehen.Die Grundidee weckt genug Interesse.
Dennoch fand ich die Beziehungsgeschichte zu Leos Frau unnötig und den Hauptstrang oftmals,gerade gegen Ende zu , ausbremsend.Die Stroryline ist wirklich nur ein Nebenstrang und hat rein garnichts mit der Hauptgeschichte zu tun.Das sein Unterbewußtsein mitagiert, ist mMn ein fadenscheiniger Vorwand und für den undurchsichtigen Zuschauer eine öberflächige Verknüpfung zu zaubern.Dadurch entstehen außerdem noch mehr Fragen.
Dies sind vorwiegend die Gründe,die den Film ,wie gesagt ,nicht als Meisterwerk  klassifizieren.
Auf der positiven Seite stehen natürlich sehr gute Schauspieler, eine gute dichte Atmosphäre und natürlich die innovative Story mit guten Actionszenen.
Nolans Story ist nicht rund,verfehlt im Kino seinen Wirkungsgrad aber nicht.Aber eine neue Basis hat er nicht geschaffen
7 von 10 Punkten

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