Ein echter Klassiker des Westernkinos ist diese Verfilmung der Ereignisse in Tombstone, bei denen die Earps gegen die Clantons kämpften.
Wyatt Earp treibt mit seinen Brüdern eine große Vieherde an Tombstone vorbei. Dabei stoßen sie auf Vater Clanton, der Wyatt ein Kaufangebot für die Herde unterbreitet. Doch dieser hat kein Interesse daran zu verkaufen. Nachdem der alte Clanton ihm noch von der nahe gelegenen Stadt berichtet hat entschließen die Earps sich zu einem Abstecher dorthin. Der Jüngste von ihnen muss jedoch bi der Herde bleiben.
Als die Brüder nach einem bewegten Abend zurückkehren finden sie ihren Bruder ermordet vor. Von der Herde fehlt zudem jede Spur. Daraufhin entschließt sich Wyatt die Stellung des Sheriffs in Tombstone anzunehmen, zum einen um dort für Recht und Gesetz zu sorgen, was mehr als nötig scheint, aber zum anderen auch um den Mörder seines Bruders zu finden und zu rächen. Die Clantons stehen dabei ganz oben auf seiner Liste.
In Tombstone trifft er auf Doc Holliday, der ein übler Bursche zu sein scheint. Doch Wyatt und seine Brüder werden mit ihm fertig und kommen ganz gut mit ihm aus.
Die Situation spitzt sich zu als die Clantons immer öfter unangenehm auffallen. Als der erste von ihnen erschossen wird eskaliert die Situation.
Wer kennt nicht die Geschichte um die Earps und die Clantons. Dies Ereignis hat ja tatsächlich statt gefunden. In welcher Form weiß ich nicht zu sagen. Aber eines kann ich sagen, die Art wie Westernregieikone John Ford das Geschehen inszenierte kann man nur als erstklassig bezeichnen. Und dass trifft dennoch zu wenn man weiß, dass Produzent Daryl F. Zanuck mit der Erstfassung nicht zufrieden war und einige Szenen verändern ließ und Umschnitte anordnete. Die Hauptarbeit leitete Ford und das wie gesagt hervorragend.
Ein großes Verdienst geht dabei aber auch an die Schauspieler. Vor allem an Henry Fonda, der in der Rolle des Wyatt Earp wirklich zu begeistern versteht. Aber auch Victor Mature macht seine Sache als kränkelder Doc Holliday ungemein gut. Des Weiteren findet man unter den Earp Brüdern Ward Bond, der in vielen Western und auch John Wayne Filmen mitspielte. Sein unverkennbares Erscheinungsbild sticht sogleich hervor.
Weiblicher Glanz wird verkörpert durch Cathy Downs, die in der Rolle der Clementine Carter zu sehen ist, die Henry Fonda, also Wyatt Earp, den Kopf verdreht. Aber auch die hübsche Linda Darnell, welche den Part der Chihuahua spielt sollte man erwähnen. Sie verkörpert das temperamentvolle Frauenzimmer wirklich sehr überzeugend.
Als Old Man Clanton sieht man Walter Brennan, welcher das fiese Schwein mit Bravour zu verkörpern versteht. Besonders als er einen der Earps hinterrücks abknallt wünscht man ihm nur noch seine gerechte Strafe.
Neben den erstklassigen Stars bietet „Faustrecht der Prärie“, oder wie er im Original heißt „My Darling Clementine“, noch herrliche Naturaufnahmen und für mich wieder ungemein beeindruckende Reitszenen. Besonders die Verfolgung von Doc Hollyday sei hier erwähnt, den Wyatt kurzzeitig für den Mörder seines Bruders hält.
Des Weiteren sollte man das Finale anführen, das ein wahrer Showdown ist. Hier bietet Ford ein Nerven zehrendes Duell der beiden Parteien, an dessen Ende nur noch wenige stehen.
John Ford ist mit „My Darling Clementine“ ein fesselnder Western gelungen, der eine komplexe und gut durchdachte Handlung bietet und mit viel Spannung inszeniert wurde. Hier gibt es alles was einen wahren Western auszeichnet. Große Männer, krachende Feuergefechte, begeisternde Reitszenen und herrliche Naturaufnahmen. Alles zusammen ergibt für mich ein Meisterwerk des amerikanischen Westerns.