Review

 Bei Blue Tornado handelt es sich wohl um den Film FlopGun. So hätte er jedenfalls heißen sollen, denn was uns in diesem Streifen so alles abverlangt wird ist schon nicht mehr feierlich.

Es geht, wie der Titel schon verrät, um zwei Tornadopiloten, die bei einem Übungsflug ein helles weißes Licht sehen. Nun geht jedoch etwas schief, und einer von beiden verschwindet einfach so von der Bildfläche. Ein Frack oder eine Leiche werden jedenfalls nicht gefunden …à Spoiler Warnung on ß Bis hierher ist die Story ja noch einiger maßen OK, aber was dann kommt ist mehr oder weniger alles unterste B-Movie Klasse. Es muß ein Sündenbock gefunden werden, der natürlich nur der Wingman des unauffindbaren Piloten sein kann. So erhält dieser erst Flugverbot, was ihm später wieder erlassen wird. Um der Sache dann noch auf den Grund zu gehen, startet unser Ufoseher mit einer ganzen Staffel Tornados, um sich noch einmal das Blaue Licht anzugucken. Jedenfalls kommt auch von dieser Staffel dann kaum eine Sau zurück. Das Ende setzt dann noch allem die Krone auf, denn um das Licht zu sehen und mit ihm in Kontakt zu treten, muß unser Held auf einen Berg steigen, in dessen Nähe das Licht gesehen wurde. Doch auch hier findet er nicht die wahre Erläuchtung , sondern nur seinen verschwundenen Kumpel, der mit mal einfach so wieder auftaucht. Allee wieder da, bis auf das Kanonenfutter der Aufklärungsstaffel, Film zu Ende !!!à Spoiler Warnung off ß  Um den Film zu bewerten brauche ich eigentlich nicht lange zu überlegen. Die Story ist, wie oben schon einige male angedeutet, der letzte Mist. Anfangs erträglich, driftet sie immer mehr in totalen Unsinn ab, der mit jeder laufenden Filmminute unglaubwürdiger und unauthentischer wird. Das Ende setzt dann allem noch die Krone auf. Selbst in kaum einem mir bekannten SF-Film habe ich ein so lächerliches Ende gesehen, was nebenbei bemerkt in keinem mir bekannten Film passt.Auch wenn der Streifen nun schon ein paar Jahre auf den Buckel hat, so ist die Bildqualität doch eher schlecht. Zum einen passen die Farben oft nicht genau zusammen, es sind sehr viel unscharfe Bilder zu sehen, und gerade bei den doch vielen tollen Landschaftsaufnahmen, stört das ungemein. Hinzu kommt ein etwas verzehrtes Bild, dass fast über den ganzen Film erhalten bleibt.Der Ton liegt nur in Stereo vor, was bei einem Film dieses Alters ja an und für sich nicht schlimm ist. Doch besonders klar ist er auch nicht, was gerade bei den Flug Action Szenen einige male deutlich wird. Was mit jedoch gut gefallen hat, waren die Soundtracks. Liegt aber daran, dass ich 80er Fan bin, weshalb ich dem Film einen Punkt für den Sound gebe.Zu den Schauspielerischen Leistungen kann man bloß sagen, dass diese in fast jeder Rolle wo Dialoge auftauchen mehr oder weniger nur zum heulen ist. Weder tauchen Witziger Sachen auf, noch kann man die Dargestellten Personen irgendwie ernst nehmen. Paradebeispiel hier ist das Briefing der Aufklärungsstaffel kurz nach der Hälfte.  Bleibt noch die Frage zum Schluss, hat Blue Tornado – Männer aus Stahl überhaupt etwas Positives. Doch dieses hat der Film tatsächlich. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios. Gerade die Tiefflugaufnahmen können sich sogar an die von TopGun heranwagen, und übertreffen diese sogar etwas. Die Flugaction Szenen sind nicht gerade schlecht, jedoch gibt es auch hier nicht viel zu sehen, außer ein paar Tiefflügen in Schluchten und Standartmanöver in der Luft.  Fazit: 2 Punkte, was im Klartext heißt, dass dieser Film Zeitverschwendung ist. Für jeden, der etwas für Düsenjäger und Schlechte Dialoge übrig hat, heißt es: Watch and forget! Aber nur wenn ihr auf Story dabei absolut keinen Wert legt.

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