Review

Die schlechte Nachricht zuerst : Pixar hat es NICHT geschafft, aber dazu später, am Ende, mehr. Im Jahre 1995 startete mit Toy Story der erste komplett animierte Film von Pixar. Der Film war damals ein Riesenerfolg, obwohl viele mit skeptischen Augen drauf blickten. Ich mochte Toy Story damals sehr, denn immer wenn ich an den Film denke, muss ich an meine wunderbare Kindheit denken. 4 Jahre später folgte der zweite Teil der Toy Story Reihe und auch dieser Film war ein tolles Abenteuer für die ganze Familie, welches auf der gleichen Qualitätswelle schwimmt wie der erste Teil. Dann kam 11 Jahre nichts und eigentlich war für mich das Thema Toy Story, besonders in Zeiten von Ratatouille, Oben und Wall-E, für mich beendet. Doch nun haben sie tatsächlich noch einen dritten Teil herausgebracht. Ist dieses Comeback gelungen? Oder ging dieser Film klanglos unter wie Axel Schulz, bei seinem Comeback? Ich glaube, ich habe jetzt lange genug um den heißen Brei herum geredet, Toy Story 3 ist ein absolut gelungenes Comeback, dass ebenfalls, von der Qualität her, auf der gleichen Stufe von Teil 1 und 2 steht. Der kleine Andy, der Besitzer der "Toys" ist erwachsen geworden und geht nun aufs Collage. Doch wohin mit den Spielsachen? Durch einige unvorhersehbaren Situation landen unsere altbekannten Toys (Woody, Buzz & Co) in einem Kindergarten, was zunächst wie ein Paradies für Spielzeuge wirkt. Doch schon bald soll der schlimmste Alptraum beginnen, den unsere Spielzeuge je erlebt haben. Zwar hat dieser Toy Story Film keinerlei tiefsinnige Botschaften parat, wie es z.B. Wall-E oder Oben hat, doch der Unterhaltungswert ist dennoch sehr hoch und besonders die kleinen Zuschauer werden hier eine große Freude haben. Auch die Synchronsprecher (allen voran Tim Allen und Tom Hanks) liefern hier mit ihren markanten Stimmen (unbedingt im Originalton gucken, denn in der deutschen Synchro wurden die meisten Sprecher ausgetauscht, was sich sehr negativ auf den Film, wie bei fast jeder deutschen Synchro, auswirkt) eine tadellose Leistung ab. Der größte Lacher in dieser Geschichte ist wohl, mal wieder, Buzz Lightyear, der mit seinem "Spanisch-Kurs" für die witzigsten Momente im Film sorgt. Ein bisschen traurig war ich am Ende schon, denn es wirkte schon so, als sei dieses Toy Story Abenteuer das endgültig Letzte. Der Film hinterlässt einen schon mit einem weinenden Auge, allerdings auch mit tollen Erinnerungen an früher.
Bleibt mir am Ende nur wieder zu sagen, dass ich Toy Story 3 allen Leuten empfehle, die auch Teil 1 und 2 mochten. Es gibt hier viele witzige Momente, viele nostalgische Rückblenden (z.B. das grandiose Lied "You've got a friend in me") und für Anime-Fans einen ziemlich witzigen Cameo-Auftritt von Totoro (aus Ghiblis Meisterwerk - "Mein Nachbar Totoro").


Fazit : Ein sympathisches Animations-Abenteuer für Groß und Klein. Dennoch schafft es Pixar in diesem Jahr nicht an Dreamworks "How to train your Dragon" heranzukommen. Der Animations-Oscar sollte diesmal wohl an Dreamworks gehen. Trotzdem ist Toy Story 3 natürlich nicht außer Acht zu lassen.


8/10

Details
Ähnliche Filme