Inhalt (englische Fassung, 23 Minuten länger als die deutsche):
China, in den Jahren nach der bürgerlichen Revolution.
Eine Provinz wird von Verbrecher-Banden terrorisiert..., der Vorsteher der örtlichen Polizei ist schwach, seine Männer unfähig und ohne jegliche kämpferische Durchschlagskraft.
Ein neuer Police-Captain (Bruce Li) will diese Situation ändern, und den Banditen das Handwerk legen.
Hierzu werden teils wegen Nichtigkeiten eingesperrte Häftlinge freigelassen, um für eine möglichst schlagkräftige Truppe rekrutiert zu werden.
Dies sind Männer wie Kar Wei (Tsai Hung), dessen Frau getötet wurde und deren Tod er rächen wollte, oder Li Chi (Lung Fei), der Einäugige. Der neue Police-Captain stellt klar..., wer die Situation ausnutzt und fliehen will, wird sofort aufgehängt.
Diesen Männern, die nichts mehr zu verlieren haben, schließt sich eine junge Frau an..., die tapfere Yu Fei (Chu Lai).
Eine äußerst gefahrvolle Mission steht also bevor..., auf ihrem Weg zum Quartier der Banditen, deren Unter-Bosse (Shih Chung-Tien aka Shut Chung-Tin, David Tang-Wei) skrupellose Verbrecher sind, wird die Truppe der verwegenen Fighter immer wieder überfallen, es kommt zu etlichen Kämpfen und Verlusten.
Schließlich gelangen die Männer doch noch zum Haupt-Quartier der Bande..., und nach hartem Kampf werden die beiden Unter-Bosse und deren Schergen liquidiert.
Es kommt zum Show-Down, zum gnadenlosen Kampf auf Leben oder Tod gegen das Oberhaupt (Chen Hsing) der Gangster..., ein blutiges Drama nimmt seinen Lauf.....
Fazit:
Im Jahre 1978 gelang Regisseur Huang Fei-Long für die Studios von "Magnificent Tower Film Co." ein recht ordentlicher und flotter KungFu-Actioner für die eingefleischten Fans des Eastern-Genres.
Die arg verstümmelte deutsche Fassung..., um satte 23 Minuten sinnlos gekürzt, sollte für eine Betrachtung und Bewertung dieses Streifens indes nicht herangezogen werden..., die englische Fassung, 87 Minuten lang, zeigt auf, dass hier zwar kein höchstbrillanter, aber ein überaus passabler KungFu-Actioner abgedreht wurde.
In hell-klaren Bildern gehalten, in teils erodierter Landschaft und sehr gut gewählten Outdoor-Locations, die dem Streifen einen gelungenen Abenteuer-Look und damit eine gediegene Atmosphäre verpassen, erzählt Huang Fei-Long eine simple, fast immer stringent gestaltete Story.
Eine Geschichte um einen Police-Captain, der aus entlassenen Strafgefangenen eine schlagkräftige Mannschaft rekrutiert, die die Villains, die zuvor schalten und walten konnten wie sie wollten, ausschalten sollen.
Eine Mission voller Gefahren also, auf der der Zuseher eine mehr oder weniger homogene Gruppe von Männern und einer Frau "begleitet", zielgerichtet auf einen Endfight gegen das Böse steuernd, punktum, nicht mehr, nicht weniger.
Also ein gängiges Muster, eine einfache Storyline, ein klares Schema, und natürlich ein reiner Unterhaltungs-Film und puristischer Actioner.
Okay, nicht jede Szene ist geistreich..., und einige Figuren sind unsichere Typen, die dies mit Mätzchen kaschieren wollen. Das sorgt natürlich auch für Schwächen in diesem KungFu-Film.
Aber wer die Langfassung dieses Streifens und nicht die verkorkst-verstümmelte, deutsche Fassung -die nur wegen der Ähnlichkeit Bruce Li´s mit dem echten Bruce Lee als Bruceploitationer mit der Nennung des Namens "Bruce Lee" im Titel vermarktet wurde- für sich nimmt..., kommt als Eastern-Fan auf seine Kosten, und wird mehr als passabel unterhalten.
Wer will hier darstellerische Kunst und ein cineastisches Epos erwartet haben? Noch mal..., ich wiederhole es, bis es den Hollywood-Jüngern und -selbsternannten- Cineasten (ob die wirklich all die hochtrabenden Werke immer kapieren?) zum Hals raushängt..., Eastern-Filme sind -ja, oft billige, das räume ich ein- Unterhaltungsfilme, einfach und actiongeladen. Und hier bietet dieser Streifen routiniertes Eastern-Handwerk, eine insgesamt flotte und spritzige Unterhaltung, und das wohl eher für den eingefleischten Genre-Anhänger.
Bruce Li, ist hier der Held. Eine abgeklärte, kompromisslos-unaufgeregte Figur, kalt stellt er seine Desperado-Truppe aus Gestrauchelten, von der Gesellschaft Abgehängten, zusammen, kalt und zielgesteuert agiert er als Anführer seiner zwangsweise Befohlenen, die das insgeheim aber als ´Chance´ betrachtet haben dürften.
Und Bruce Li ist ein klasse KungFu-Fighter, a high-skilled Fighter.
Aus der Truppe seiner Kämpfer ragen natürlich Tsai Hung und Lung Fei heraus, sie spielen sich verbissen in ihre Rollen hinein, ordnen sich mit der Zeit unter..., und sind in zahllosen KungFu-Schlachten auf der Leinwand erprobt und gestählt.
David Tang-Wei und Shih Chung-Tien (aka Shut Chung-Tin) sind die Schergen des Haupt-Villain, sind natürlich brutal-böse, doch auch in ihrer Männlichkeit brüchige Typen, wie hier im Film angedeutet wird.
Haupt-Bösewicht ist Chen Hsing..., der erst so richtig im Endfight zu sehen und zu erleben ist. Seine Rolle ist denn natürlich actionlastig.
Abgerundet wird dieser ja mit Bruce Li, Tsai Hung, Lung Fei und Chen Hsing recht prominente Eastern-Cast noch durch die aparte Chu Lai, die aber erwartungsgemäß in diesem maskulin geprägten KungFu-Actioner untergeht.
Das Wichtigste..., und breitesten Raum hier natürlich einnehmende ist die KungFu-Action, zahllose KungFu-Schlägereien prägen diesen Eastern.
Rasant-dynamische, harte Fights, klassische Techniken, die High-Skills von Bruce Li kommen zum Tragen..., und ein kernig-brachiales Dubbing unterstreicht die brutale Action.
Zielgerichet mündet die Mission und damit der Film in den Endfight, Bruce Li / Lung Fei / Tsai Hung vs Chen Hsing, und das kann sich natürlich sehen lassen, ein verzweifelter, knallharter Kampf.
Wer will anderes erwartet haben, als das, was "Deadly Strike" ist, nämlich ein einfacher, routinierter, eisenharter KungFu-Actioner in gediegener Abenteuer-Atmosphäre..., mit Schwächen aber dynamisch-knallharten Fights?
Eben.
Und dafür gibt es mehr als passable 7 von 10 Punkten in meiner Bewertung.