Aus eins mach zwei, mach drei...
Bruceploitation, das Schlagwort der 70er und 80er Jahre, das erst später an Bedeutung erlangte, aber zu den Zeiten, gewisse Bahnhofskinos sowie unzählige Videotheken überschwemmte. Die Ausbedeutung des Kampfikonen Bruce Lee's mit gefälschten, ähnlich klingenden Namen und Darstellern, die Ähnlichkeit mit ihm aufwiesen. Natürlich nur nicht so professionell und gestanden, ebenso weniger hochwertiger als das Original. Die drei berühmtesten Vertreter waren Bruce Le, Bruce Li und Bruce Lei. Zum schreien komisch, aber irgendwie mit einem Kultstatus verbunden, auch wenn mit faden Beigeschmack, Kohle mit dem Tod des einst gefeierten Künstlers zu machen und ihn dabei ins lächerliche zu ziehen.
Captain Ling wird in die chinesische Provinz geschickt, um einen Despoten zu stürzen, der im Land für Chaos und Terror sorgt. Obwohl einige Provinzpolizisten den Dienst geschmissen haben, wirbt Ling für seine abenteuerliche wie gefährliche Mission eine Truppe von Verbrechern, die im Knast verweilt, an, um sich auf die beschwerliche Reise zu Prinz Ko Fei zu machen.Dabei geraten sie an Verräter, Fallen und Superkämpfer.
Die knackige und simpel gestrickte Geschichte dürfte Cineasten und Filmkennern bekannt vorkommen. Alles in allem erinnert "Tag der blutigen Rache", der unter der Mogelpackung "Bruce Lee" vermarktet wurde, an einen amerikanischen Antikriegsfilm. Sozusagen erhalten wir das schier kopierte "Dreckige Dutzend" in mandarin und mit Kung-Fu, anstatt mit Maschinengewehren. Ein genretypisches Endprodukt aus Hongkong, der zwischen billigen Slapstickeinlagen, Witzeleien, sowie harten Keilereien ansiedelt und diesmal alle drei Clownskopien Li, Lei, Le verwurstet, Flickschnipsel aus nie verwendeten Bruce Lee Klassikern dazwischenkleistert und eine dünne Sosse Handlung draufschmiert, Hauptsache die kampferprobte und verknotete Kampfkunstchoreografie funktioniert in der Rächerstory. Im Grunde genommen, gewohnte Kampfkasper-Hausmannskost, in der zwischenzeitlich auch schlecht gestorben wird. Wie die meisten Billig Eastern, schwimmt auch dieser Lee-Klon in der 08/15 Schablone herum, macht allerdings eine bessere Figur, fightet sich blutig ins vorhersehbare wie ebenso überraschungsfreie Finale: Held vs. Schlussgegner!
Handelsüblicher, doch mittelprächtig unterhaltsamer Asiaklopper, der allerdings kaum aus der Masse der Easternwelle heraussticht. Beladen mit den allgegenwärtig klischeebeladenen, schablonenhaften Figuren und dummen Neckereien. "Dutzendware", und auch im grossen Schatten des Kung-Fu Masters.
Welche Freigabe passt?
Für ab 16 hat man schon mehr gesehen, für ab 18 bereits weniger! Ansiedeln könnte er ab 18. Übertriebene Fights, doch es geht auch hart zur Sache!