Trashfilme zu definieren, ist eine Sache – Trashfilme zu mögen, eine andere.
Wo soll man beginnen, wenn man sich einem Film-Erguss wie MEGA PIRANHA nähert? Vielleicht mit Warnungen!
Ja, der Film ist billig gemacht, die Schauspieler (inklusive deutsche Synchro!) sind erbärmlich durchschnittlich und die Storyline ist sowas von balla-balla!
Kann man bei miesen Tricks, die auf Blu-Ray und Plasma-Giganten noch dilettantischer wirken, wirklich Spaß haben?
Ja, wenn man sich darauf einstellt!
Trash ist so billig und dämlich, dass er wieder Fun bereitet. Ich spreche nicht von B-Movie-Produktionen, denen das Geld ausgegangen ist und nun qualitativ hundsmiserable Computertricks generieren mussten, um Kosten zu sparen. Nein, ich rede von Produktionsfirmen, die „gezielt“ Trashfilme produzieren und denen von Anfang an klar ist, wie ihr „Müll-Werk“ stylish und inhaltlich auszusehen hat.
Bei MEGA PIRANHA war den Machern bewusst, wie sie vorzugehen hatten, um einen Film innerhalb der Trash-Regeln zu schaffen.
Tempo muss rein, die Storyline muss dämlich aber unterhaltsam sein, Seriosität ist und muss ein Fremdwort bleiben, Spezialeffekte müssen aussehen wie die Wochenend-Seminar-Kreationen der örtlichen Volkshochschule.
Ja, MEGA PIRANHA erfüllt all diese Punkte und ist somit Trash pur! Wichtig ist die Einstellung zu solch einem Film! Wer sich einen Porno oder Horrorfilm ansehen möchte, weiß ja auch, worauf er sich einlässt und kann hinterher nicht meckern.
Fazit:
Ein Film für alle, die PIRANHA 3D für eine Trash-Lüge halten!