Bruceploitation, hier gibt es Bruce Li statt Bruce Lee. Der deutsche Titel "Bruce Lee - Der Unbesiegte" ist allerdings irreführend, es gibt nur wenige Bezüge zur Kampf-Ikone. Also kein Trittbrettfahrer, reine Vermarktung seinerzeit, der englische Titel "The Chinese Stuntman" gibt das Gezeigte deutlich besser wieder. Ich habe die straffe deutsche Videofassung gesehen, bei 68 Minuten Laufzeit kann man nicht viel falsch machen. Das Produktions-Team Uwe Schier hat wie immer gute Arbeit geleistet, um aus einer vermeintlichen Krähe einen ansehnlichen Schwan zu machen. Naja, sagen wir einen niedlichen Spatz. Der kritische Blick hinter die Kulissen des Hongkong Fließband Eastern Business war ganz interessant, aber noch viel länger hätte ich das auch nicht haben wollen. Es fehlt einfach an überragender Kampfkunst und außergewöhnlichen Ideen. Bei der Synchronisation wird zur Aufrechterhaltung der Ernsthaftigkeit ebenfalls auf die Bremse getreten. Auch die zweite Hauptrolle könnte als Klone durchgehen, John Ladalski ist allerdings ein Raimund Harmstorf light, zumal ich auf eine Badass-Rolle gehofft hatte, als die des Best Buddy. Noch ein interessanter Fakt, mit Paul Wei und Dan Inosanto sind sogar zwei Mimen an Bord, welche tatsächlich noch an der Seite von Lee agierten.