... und alleinstehend. Zu ihrer in Tokio lebenden Familie hat sie kaum noch Kontakt: Anrufe ihrer Mutter (Atsuko Takahata) bleiben unbeantwortet, die Einladung zur Hochzeit ihrer Schwester Mei (Wakana Sakai) quittiert sie mit einer Absage. Ihre einzige Leidenschaft gilt der Erforschung von Zugvögeln an der Muroran-Universität in Hokkaidô. Als das Labor, in dem sie tätig ist, unerwartet geschlossen wird, übernimmt sie vorübergehend die Vertretung für die Lehrerin einer ersten Klasse in der nahegelegenen Murayama-Grundschule. Eines der ihr anvertrauten Kinder, die kleine Rena Michiki (Mana Ashida), verblüfft Nao mit einer, für ihr Alter recht erwachsenen Einstellung zu bestimmten Themen. Eines Abends, während Nao gerade in einem Restaurant die Unterlagen für eine Bewerbung an der Universität in Sapporo durchblättert, gesellt sich Rena völlig überraschend zu ihr. In diesem Moment bemerkt sie zum ersten Mal die blauen Flecken an Renas Armen und Beinen... Eine andere Lehrerin, die mit Renas Lebensumständen recht gut vertraut ist, ist sich sicher, dass das aufgeschlossene und zumeist fröhliche Mädchen von ihrer eigenen Mutter (Machiko Ono) oder deren Freund (Gô Ayano) misshandelt wird, doch ohne eindeutige Beweise kann sie ihr nicht helfen. Als die Misshandlungen schlimmer werden, fasst Nao einen mutigen Entschluss: Sie entführt Rena, um ihr weiteres Leid zu ersparen, und übernimmt die Rolle der Ersatzmutter. Auf der Flucht von Sapporo nach Tokio sehen sich beide einer ungewissen Zukunft entgegen.