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Das A-Team, bestehend aus den vier Rangern Hannibal, Face, Murdock und B.A. wird bei einem Einsatz im Irak hintergangen, bei dem es um verschwundene US-Dollar-Druckplatten geht. Diese werden gestohlen und die vier verdächtigt an dem Diebstahl beteiligt gewesen zu sein. Eine unehrenhafte Entlassung und Haftstrafen sind die Folge. Das A-Team hat fortan nur noch ein Ziel:Ihre Reputation wieder herzustellen und ihre Namen rein zu waschen.

Wie der geneigte A-Team Fan bereits merkt behandelt der Film die Geschehnisse, die vor der Serie statt fanden. Natürlich wird das Ganze dabei in ein Zeitgemäßes Gewand gepackt und es gibt ein paar kleine Änderungen zur ursprünglichen Geschichte, jedoch funktioniert das alles trotzdem sehr gut als eine Art Pilotfilm.
Auch der Film an sich ist sehr gelungen und kann trotz vieler Befürchtungen im Vorfeld überzeugen.
Die Schauspieler passen sehr gut in ihre Rollen und nach einer kleinen Eingewöhnungszeit stören die neuen Gesichter auch nicht weiter. Gerade Bradley Cooper als 'Face' und Sharlto Copley als 'Murdock' überzeugen auf ganzer Linie und kommen ihren Originalen aus der Serie sehr nahe. Quinton Jackson als 'B.A.' hingegen hat es als Erbe von Mr. T natürlich besonders schwer und obwohl man sich den ganzen Film über nicht richtig an das neue Gesicht gewöhnt, holt er alles aus der Rolle, was er kann. 'Hannibal' ist auch leicht gewöhnungsbedürftig, zumal er die Synchronstimme von George Clooney aus 'From Dusk Till Dawn', was dazu führte, dass ich ständig an den Film erinnert wurde. Dies ist aber wohl ehr ein Problem subjektiver Natur und soll hier nicht als Kritikpunkt ins Feld geführt werden.
Wo der Film hingegen ausnahmslos punktet ist Action: Es fliegen ununterbrochen die Fetzen. Es wird geschossen, Sachen fliegen in die Luft und dem Zuschauer wird während der gesamten Laufzeit von 2 Stunden nie langweilig. Auch der brachiale Sound kann hier punkten. Das heißt jedoch nicht, dass es keine Story gibt. Diese weist nämlich, obwohl zunächst sehr simpel gestrickt, einige kleinere Wendungen auf, die vom erfahrenen Filmfan jedoch vorauszusehen sind. Dafür gleicht der Film dies durch einige nette Gags wieder aus.
Doch kein Film ohne Kritik. Der größte Punkt sind hier sicherlich die vielen CGI-Effekte, die leider oftmals doch deutlich zu sehen sind. Das Geschehen ist hier teilweise extrem Ove-the-top (Panzerszene, Containerszene), dass doch ein bisschen Atmosphäre vrloren geht. Dem deutschen Filmfan dürfte ebenfalls auffallen, dass, obwohl das Finale in Frankfurt spielt (durch viele Einstellungen auch zu sehen), eine Großaufnahme vom Kölner Dom inklusive Bahnhof gezeigt wird. Entweder schlecht recherchiert oder bewusste Ignoranz, jedoch wirkte das doch arg lächerlich. Auch mit Logik sollte man dem Film nicht kommen: Generell sind alle Autos kugelsicher, Schiffscontainer allerdings nicht und alles ist möglich. Doch das ist ein Actionfilm, da kann man über so was hinwegsehen.
Zuletzt ist es leider Schade, dass es keinen Cameo der alten A-Team-Mitglieder (zumindest der lebenden) gibt und dass mir das A-Team Theme im Vor- oder Abspann gefehlt hat.

Alles in allem ist A-Team: Der Film eine gelungene Leinwandadaption der Serie, die die Vorgeschichte erzählt und den Charme der Serie weitestgehend gekonnt ins 21. Jahrhundert transferiert. Einzig einige Faux-pas und die vielen CGI-Effekte trüben etwas die Stimmung.

7/10

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