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Lenny (Adam Sandler) und seine Freunde Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock), Marcus (David Spade) und Rob (Rob Schneider) haben vor 30 Jahren zusammen eine unbedeutende Basketball-Meisterschaft gewonnen. Danach verloren sie sich aus den Augen, heirateten, machten Karriere usw. 

Als ihr ehemaliger Coach stirbt, treffen sie sich auf der Trauerfeier wieder und verbringen  einige Tage zusammen. Dabei wird klar, dass die damaligen Gewinner inzwischen auch so ihre Päckchen zu tragen haben und allesamt nicht allzu glücklich sind.  

Wie könnte es aber auch anders sein, am Ende sind die Probleme mit Frauen, Kindern usw. gelöst und es bestätigt sich wieder einmal, dass etwas Spaß mit den alten Kumpels locker macht und sich dadurch alle Probleme einfach in Luft auflösen. 

Das wäre eigentlich auch schon alles, was man zu "Grown-Ups" sagen muß, denn so simpel  wie diese Botschaft ist, so ist auch der Rest vom Fest gestrickt. Neben der bereits erwähnten Kernaussage plätschert die Handlung, die eigentlich keine ist so vor sich hin, ab und zu ein paar kleine Gags und gemeinsame Sommer-Vergnügungen. Alles locker, flockig, oberflächlich und dabei passabel unterhaltsam aber eben immer bemüht wirkend auch nur nirgendwo ernsthaft anzuecken.  

Da die Filmindustrie ja bekanntlich am Stock geht und das eingesetzte Budget mindestens vervierfacht zurückfliessen muß, hat wohl irgendein Theoretiker gemeint, dass familienkompatible Unterhaltungsfilme (also für Mama, Papa und zwei Kinder) am schnellsten dafür sorgen, dass die Kohle wieder eingespielt wird. Angesichts dieser bahnbrechenden Erkenntnis haben sich dann wohl die Herren Adam Sandler und Fred Wolf auf ein Wasser getroffen und mal kurz dieses Drehbuch auf eine Serviette geschrieben. 

Das Ergebnis gibt`s nun also in den dt. Kinos zu sehen und der Starttermin passt eigentlich ganz gut in die momentan noch laufenden Sommerferien. Alle wollen ausspannen und über noch weniger nachdenken als sonst, da passt der Streifen wie die Faust aufs Auge.  

Was mich neben der ganzen Plattheit am meisten verwundert hat ist hier der Cast, in dem neben den bereits oben genannten noch Selma Hayek, Steve Buscemi und Maria Bello gelistet stehen. Nüchtern betrachtet alles durchaus bekannte Namen, allerdings alle auch nicht allzu gut im Geschäft...
Da es hier keinerlei schauspielerischen Herausforderungen gibt, kann man auch keinem der Akteure eine schlechte Leistung attestieren. Die meisten spielen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und einige aber auch deutlich darunter. 

Die Hauptdarsteller, also Sandler usw. agieren größtenteils zurückhaltender als teilweise gewohnt und passen sich damit ganz gut an die drehbuchtechnischen- oder vermarktungstechnischen Vorgaben an, weshalb dem Zuschauer auch nervige und unkomische over-the-top-Ausflüge à la Sandlers "Zohan" erspart bleiben. 

Interessant fand ich in Sachen Cast noch, daß ausgerechnet Kevin James hier auftaucht. Der Mann hat in der Vergangenheit ein paar wirklich lustige und auch schräge Filme als Regisseur und Darsteller gedreht, so daß ich eigentlich nicht damit gerechnet hätte ihn in einer solchen Mainstream-Produktion anzutreffen. Wieder ein Zeichen für die Krise der Filmindustrie (Verdammte Raubkopierer! oder Verdammte Rohrkrepierer im Management der Studios?), aber der arme Kerl muß ja schliesslich auch irgendwie seine Rechnungen bezahlen...

In Szene gesetzt wurde der Film von Dennis Dugan, der nun schon zum fünften Mal in Verbindung mit Adam Sandler auf dem Regiestuhl Platz nahm. Handwerklich einwandfreie Leistung, aber auch nicht mehr... 

Fazit: "Grown-Ups" ist inhaltlich leicht verdauliche Kost, die passabel unterhält, aber nicht wirklich sättigt. Zuwenig für den Preis eines Kinotickets oder auch die Leihgebühr einer DVD. Am besten abwarten bis der Streifen irgendwann mal im TV gezeigt wird...(5,5 von 10 möglichen Punkten)

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