So sehr ich Adam Sandler verehre, so sehr ich seine Filme auch liebe und so sehr ich seine Stammcrew (Kevin James, Steve Buscemi, Rob Schneider) auch mag, so muss ich leider leider ganz klar sagen, dass wir mit "Kindsköpfe" einen der schwächsten Adam Sandler Filme geboten bekommen, den er jemals absolviert hat. Was ist denn gerade das sympathische an Adam Sandler Filmen? Richtig, sein Humor. Aber auch der Stil, der bei Filmen wie "Klick", "50 erste Dates", "Meine erfundene Frau" oder "Chuck und Larry" zur Geltung kam, war immer sehr amüsant mit anzusehen. In diesen Filmen spielte Sandler zwar nie so überragend wie in "Punch-Drunk Love" oder "Reign over me", aber diese Komödien hatten alle die perfekten Zutaten, für eine tolle Liebeskomödie. Das Alles fehlt bei "Kindsköpfe" leider total, was besonders daran liegt, dass es hier viel zu wenig von Adam Sandler zu sehen gibt. Man hat einfach zu viele bekannte Comedy-Stars in einen Topf geworfen, die unwillkürlich durchs Bild huschen und den Eindruck erwecken, als wolle Jeder mal das Zepter des Hauptdarstellers in der Hand haben. Dabei sah der Film in der ersten Hälfte noch ziemlich viel versprechend aus. Sehr viel versprechend sogar. Die Geschichte um eine ehemalige Kinder-Basketball-Clique, die sich durch den Tod von ihrem Trainer nach vielen vielen Jahren wieder sehen, besitzt eigentlich alle Grundzutaten für eine perfekte Sandler-Komödie. Es gibt viele witzige Momente, Sandlers Sprüche sind wie immer göttlich, aber auch Chris Rock beweist nach langer Zeit mal wieder, dass auch er einer der großen Comedy-Juwelen aus den Staaten ist. Enttäuscht dagegen war ich von Kevin James und Rob Schneider. Kevin James hat schon erheblich besser gespielt und man sieht wie schwer es ihm fällt, die Rolle des Doug Heffernan von seinem Ärmel zu schütteln. Rob Schneider hingegen finde ich zwar in den meisten Sandler Filmen sehr witzig, aber hier hat er definitiv viel zu viele Auftritte, was auf Dauer ziemlich auf die Nerven geht. Man hätte ihm genau so einen kurzen Auftritt gönnen sollen, wie in "Chuck & Larry" und Co. Dadurch wird man sehr schnell satt von seinem einfältigem Humor. Dann hätten wir noch David Spade, den ich schon lange nicht mehr in einer etwas größeren Rolle gesehen habe. Er ist eigentlich der einzige Charakter, der auch in der sehr schwachen zweiten Hälfte überzeugt und so ziemlich die besten "Jokes" raus haut. Es ist einfach unglaublich wie sehr dieser Film in der zweiten Hälfte abbaut. Es fehlt dem Film in dieser Phase eigentlich Alles, was ich an Komödien so liebe. Es fehlen sämtliche Konflikte mit den Frauen, die Streitereien sind ein Witz und so sehr ich mich auch schäme das zu sagen, aber sämtliche Frauen sind hier einfach nur super super nervig und werden zudem noch fürchterlich und platt von ihren Schauspielern verkörpert. Der Film hat sicherlich seine netten Momente, besonders als die "Wasserpark-Phase" kam, habe ich schon Hoffnung gehabt, dass sich der Film endlich fängt. Doch leider ist spätestens ab dem Basketballspiel Schluss, da man auf dieses Thema eigentlich gänzlich hätte verzichten müssen. Und dann ist der Film auch schon zu Ende, es gibt keine netten Abschlussgags, wie man sie sonst aus Sandler-Filmen kennt und es gibt auch keine richtige Schlusspointe.
Auch wenn ich den Film ziemlich zerreiße, so kann man ihn sich doch als knallharter Adam Sandler Fan ruhig anschauen. Allerdings reicht definitiv 1x anschauen.
Fazit : Da ich ein riesen Sandler-Fan bin und die ersten 40 Minuten wirklich sehr witzig waren, erhält der Film von mir doch noch einige Bonuspunkte. Trotzdem ist dieser Film keine richtige Sandler-Komödie für mich und ich will, dass sich der grandiose Comedy-Star in seinem neusten Film wieder auf seine Stärken konzentriert. Doch der Trailer zu seinem neusten Werk verheißt schon jetzt nichts Gutes....
6/10