Review

Der jugendliche Kyle gewinnt bei einem Videospiel-Turnier den Evolver, einen echten Kampfroboter, um auch außerhalb der virtuellen Realität Krieg spielen zu können. Zu spät findet Kyle heraus, dass Evolver eigentlich vom Verteidigungsministerium entwickelt wurde und mit tödlicher Konsequenz seine Gegner angreift.

Von Evolver hatte ich mein Lebtag noch nie gehört, ich dachte eher an einen Actioner bei dem man das "R" anfangs des Filmtitels vergessen hat. Stattdessen ist Evolver ein lebensgroßer Spielroboter, der vom jungen Computerzocker Ky via High Score Hacking gewonnen wurde und dessen Programm heimische Laserduelle in vier Schwierigkeitsstufen vorsieht, was vorher aber noch nie jemand geschafft hat.
Dummerweise vergaß man in der Programmierung einen militärischen Source Code, was den Blecheimer aus Spiel Ernst werden läßt und ihn zu einer Mischung aus dem bösen Zwilling von Nummer 5 und dem Bösrobo aus "das schwarze Loch" (Maximilian hieß der da glaube ich) macht. Ein wenig erinnert das ganze Setting auch an Wargames, denn prinzipiell ist auch hier die Maschine nicht böse an sich, sondern führt nur seine einprogrammierten Befehle aus.
Das die Virtual Reality Bilder knapp 20 Jahre nach dem Erscheinen eher zu Heiterkeitsausbrüchen oder zu Amiga 500 Nostalgieseufzern führen, find ich gar nicht mal so schlimm. Ein großes Rätsel ist mir dafür, welches Zielpublikum Evolver eigentlich ansprechen möchte. Zunächst beginnt das Ding, wie die typische High School Klamotte von nebenan, harmlos bis zum abwinken mit angedrohter Kiddie Love Story, aber nanu, danach gibt's erstmal Brüste zu sehen und sogar teilweise blutige Morde, die auf Robis Kerbholz gehen. Allerdings immer so gehalten, das FSK 12 zu niedrig ist, sich im Gegenzug die Horrorfans doch langweilen werden.
Im Grunde bietet Evolver das, was man von einer 4 Filme auf einer DVD aus der 1,99 Grabbelrubrik erwarten darf. Man wird zumindest einigermaßen passabel unterhalten und das war es dann aber auch schon. Wer hier einen frühen Transformers im Kleinformat erwartet, wird allein schon aus FX Sicht schwer unbeeindruckt sein. Die Robotik Bewegungen sind zwar noch brauchbar, aber über die CGI braucht man heute nicht mehr sprechen, aber das ist ja ein Schicksal, das praktisch alle Filme mit Computer Background haben.
5/10

Details
Ähnliche Filme