Review

Brandon ist ein gefeierter Straßenkämpfer, der bereits zahlreiche Siege erzielen konnte. Nach dem Tod seines Bruders muss er jedoch die Stadt verlassen, da sein Bruder Schulden bei ein paar Gangstern gemacht hatte und eben diese Gangster nun Brandon ins Visier genommen haben, um ihr Geld zurückzubekommen. Brandon taucht im Haus seines Vaters unter, welches in einer kleinen Stadt im Süden liegt. Schnell findet Brandon auch in der neuen Heimat Zugang zur lokalen Straßenkampfszene und glaubt einen Weg gefunden zu haben, die Schulden seines Bruders zurückzahlen zu können.

Eigentlich verrät der Titel sehr präzise, was man von ihm erwarten darf. Beatdown ist hart, brutal und hat den Tiefgang, wie diese acht Buchstaben kurz sind. Das Auf-die-Fresse-Genre scheint ja wieder in Mode zu kommen, viele Titel erscheinen in letzter Zeit neu in den Videotheken, da sollte man schon mehr bieten als die Konkurrenz. Das schafft Beatdown zwar ab und zu, aber nicht immer im positiven Sinne.
Größter Schwachpunkt, wie bei allen gleich gearteten Produktionen, ist mal wieder die Rahmenhandlung zwischen dem Vollkontakt. Interresieren tut diese eh keine Sau, aber so lahm wie hier muß man das erstmal hinbekommen. So quält man uns durch eine banale Love Story und depperten Dialogen (speziell der ganze Religiositätskappes mit seinem Vater ist gänzlich für die Tonne, bringt aber immerhin einen Auftritt von Danny Trejo). Auch der Quark mit dem überprotegierenden Bruder, der jeden verkloppt der näher als zehn Meter an sein Schwesterherz herantritt ist sehr schlecht gescriptet.
Der große Held der Plotte ist ein erfahrener Street Fighter, dessen optisches Vorbild offenbar Vin Diesel ist, aber sogar der spielt besser als Newcomer Rudy Youngblood. Dafür kommen wenigstens die Kämpfe sehr dynamisch und brutal rüber. Zwar verstrickt man sich gerne mal in Kameraspielchen und auch die Zeitlupe wird über Gebühr in Anspruch genommen, aber der Eindruck als Zuschauer einem dreckigen Zweikampf beizuwohnen kommt ganz gut rüber und dafür schaut man sich ja Filme wie diesen ursächlich an. FSK 18 ist da mit Sicherheit nicht ungerechtfertigt.
Wie so oft hätte es aber locker gereicht sich Beatdown auf 20 Minuten Laufzeit einzudampfen und ein Best of im Ring zusammenzuschneiden. Sobald der Film seinen MMA Ring verläßt, wirds schnell langweilig. Die Darsteller reißen mit Sicherheit auch keine Bäume aus, kaum einer verfügt über ein Mindestmaß an Charisma (Trejo natürlich ausgenommen, aber der kullert ja nur im Rolli umher), da bleibt doch einfach zu viel an Ausschuß übrig. Nur etwas für Fans eingedellter Gesichter.
4/10

Details
Ähnliche Filme