Review

Verschlafenes großes Ländchen

In David Roberts Mitchells Regiedebüt guckt er in den letzten Tagen der Sommerferien ein paar amerikanischen Jugendlichen über die Schultern - zwischen Übernachtungen, Hormonstau, Zukunftsungewissheit und immer leicht dem Schweiß auf der Stirn… 

A Long Sleepy Steamy Summer

Ein behutsam beobachtendes Moodpiece hat DRM hier direkt zu Beginn seiner Karriere als versierte und vielversprechende Visitenkarte abgeliefert. Man erkennt schon sehr viel von „It Follows“, natürlich minus dem Horror. Vor allem dieses Entsättigte, diese Zeitlosigkeit, diese Melancholie und Nostalgie. Alles im Schwebezustand. Wie auf einer langsam platter werdenden Matratze in einem Pool mit etwas Laub zu treiben. Diese Ungewissheit über Zukunft, eigene Entscheidungen und das Leben. Eine sichere Unbeholfenheit, wenn das Sinn macht. Zwischen Pyjamaparties und Phantasie, zwischen kompletter Unsicherheit und kompletter Sicherheit das noch alles geht, noch nichts verloren ist. Und wenn doch, dass es nicht deine Schuld war. Ganz sicher. Lyrisch, langsam, leicht. Immer im lauen Sommerwind, immer sehr nah an der Jugend. Alles andere wird ausgeblendet. Fast eine Parallelwelt. Tolle Songs und eine recht übersichtliche Laufzeit obendrauf. Fertig ist ein wunderbar schweißtreibendes Nichts von Film. Und das ist durchaus positiv gemeint. 

Unschuld & Ungewissheit

Fazit: Einlullend melancholisch… im positiven Sinne. Hat die Ruhe weg und die Zeit auf seiner Seite! 

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