Ferris (Matthew Broderick) macht blau. Doch Ferris macht’s nicht wie ein Rütli-Schüler und geht einfach nicht hin, sondern spielt seinen Eltern und der gesamten Lehrerschaft ein Schmierentheater vor, das sich gewaschen hat.
Anstatt dann aber wie manch einer *räusper* einfach den lieben langen Tag vor der Glotze abzuhängen, haut Ferris mit seinen beiden ebenfalls blau machenden Freunden in New York auf den Putz.
Direx Rooney, dem der Freigeist schon seit langem ein Dorn im Auge ist, leckt sich aber schon die Finger, Ferris auf frischer Tat zu ertappen…
Ferris Bueller – da gab’s doch auch mal `ne Serie im „Parker Lewis“-Style, erinnert ihr euch? – der is’ einfach 100% 80er-Jahre.
So 80er-Jahre wie „Modern Talking“, „Formel 1“, „Boris Becker“, „VoKuHiLa’s“, „Roxette“ und „Hemd in der Hose“ zusammen, aber ganz, ganz weit entfernt davon, trashig zu sein.
Hierbei handelt es sich, und das sag ich jetzt ohne jegliche Ironie, um eine der besten Highschool-Teenager-Komödie ever.
Ein Film über die Jugend und wie schön es sein kann, …nein, wie dringend notwendig und verpflichtend es ist, sie in vollen Zügen zu genießen.
Zwar sehr blauäugig, versnobt und „Tralala“, aber die positive Einstellung des Lausbuben steckt irgendwie an.
„Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umseht, könntet ihr es verpassen.“
Fazit:
Herrlich herzerquickende Ode an den Optimismus, die auch Spaß macht, wenn man sich (wie ich) mehr mit Ferris Kumpel Cameron, der notorischen Miesmuschel, identifizieren kann.
Ich glaub, ich mach morgen auch blau…