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Basierend auf dem Comic „ Adeles ungewöhnliche Abenteuer“ von Jaques Tardi bastelte Luc Besson ein Drehbuch und übernahm die Regie beim inszenierten Film gleich mit. Die Reihe handelt von der französischen Reporterin Adèle Blanc-Sec, die allerlei unglaubliche Abenteuer erlebt. Im vorliegenden Fall im Paris des Jahres 1912 schlüpft in einem Naturkundemuseum ein Pterodactylus aus einem uralten Ei, während Adèle in Ägypten nach einer Mumie sucht, die ihr dabei helfen soll, ihrer Schwester wieder Leben einzuhauchen.

Ein klassischer Bösewicht fehlt in der Geschichte, sieht man von den kurzen Auftritten Dieuleveults (kaum zu erkennen: Mathieu Amalric) ab. Allerdings macht das nichts, die Geschichte kommt auch ganz gut ohne ihn aus. Der Film ist auch so schon genug vollgepackt mit Figuren und Szenerien, letztlich ist das alles dann auch zu viel des Guten und wirkt stellenweise überfrachtet.
Man muss Luc Bessons Humor schon mögen, um hier richtig Spaß zu haben. Dabei gibt es durchaus witzige Sequenzen (Adèle infiltriert wiederholt das Gefängnis), oft sind es aber nur diverse Albernheiten. Optisch comichaft bis in das Figurendesign hinein bietet der Film in seinen teils künstlich wirkenden Bildern doch auch gelungene Aufnahmen, was auch dem historischen Setting zu verdanken ist.

Auf Seiten der Darsteller sticht insbesondere die Titelfigur, die mit ordentlich Esprit ausgestattete Schreiberin Adèle, heraus. Charmant dargestellt von Louise Bourgoin ist der Film immer dann am besten, wenn er sich auf ihre Handlungen konzentriert. Die meisten anderen Rollen verkommen zu Witzfiguren und einen gelungen Spannungsbogen findet man hier auch nicht wieder.

Zwar bietet Adèles Abenteuer mitunter Kurzweil, nachhaltig ist das alles aber nicht. Eine angenehm andere Optik und eine energische Hauptfigur auf der Habenseite machen die Chose dann letztlich doch konsumierbar. Aber mehr eben auch nicht.

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