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Der arbeitslose Schauspieler Steve Nichols ist einer von 62 Männern , die in New York vor verschiedenen Kinos in Verkleidung als Captain Avenger Werbung für die drittklassige Verfilmung der Abenteuer eben jenes Superhelden machen sollen . Als Steve auf dem Weg in seine Wohnung noch schnell eine Packung Milch kaufen will , wird er zufällig in einen Raubüberfall verwickelt und schlägt die Verbrecher - noch im Captain Avenger Kostüm - in die Flucht . Von nun an fragt sich ganz New York City wer hinter der Maske steckt und was er als nächstes tun wird . Steve sieht dadurch seine Chance gekommen seine Nachbarin Jolene für sich zu erobern , doch auch andere haben Pläne mit ihm und instrumentalisieren ihn , damit er die Wiederwahl des unbeliebten Bürgermeisters sichert ... 

Auch in den frühen 1980er Jahren waren Superhelden schon ein Thema . Gab es damals zwar nur wenige Kinofilme - mir fallen da eigentlich nur " Superman " 1 & 2 ein - waren die anderen Helden dafür erfolgreich im Fernsehen unterwegs . Und überall , wo eine Film- bzw. Fernsehwelle eines bestimmten Genres erfolgreich ist , ist es nur eine Frage der Zeit , bis auch eine Parodie darauf gemacht wird . 
Doch zugegebenermaßen haben wir es bei " Ein wahrer Held " nicht wirklich mit einer Superhelden Parodie zu tun . Hier bekommt niemand zufälligerweise " echte Superkräfte " oder hält sich wirklich für einen Superhelden und auch einen Bösewicht mit üblem Plan kann man lange suchen .
Eigentlich handelt es sich bei " Ein wahrer Held " mehr um eine romantische Komödie über einen liebenswerten Looser , der sich einfach freut , dass die Leute zu ihm aufsehen , der aber auch versucht der Stadtbevölkerung , des damals schon recht gebeutelten New York City , mit seinen Taten wieder ein wenig Hoffnung zu geben . 
Das wäre auch völlig in Ordnung , würde man sich nicht so stark auf den Romantik Teil der Geschichte verlegen und dabei den Abenteuerteil komplett vernachlässigen . Denn im Mittelteil geht es praktisch nur noch um Steve und seine angebetete Nachbarin , statt eine Parodie auf die Helden in Strumpfhosen zu bringen oder - was mir noch lieber gewesen wäre - eine Komödie über das Showbusiness zu produzieren - so wie der Film eigentlich anfing . Erst gegen Ende schien man sich schnell daran erinnert zu haben , dass die Leute mehr von Superheld Steve sehen wollen , weswegen das Ende mit Steves´ Fall und Wiederaufstieg auch reichlich überhastet wirkt . 
Doch hat man erst einmal akzeptiert , um was für einen Film es sich handelt , gibt es wenig Grund sich zu beschweren . Denn John Ritter hatte einfach ein komödiantisches Talent und einen jungenhaften Charme , den ich bei keinem anderen Schauspieler je gesehen habe , und bildet mit Anne Archer schließlich ein nettes Paar , dem man bei seinen kleinen Streitereien gut eine Weile zusehen mag . 

Fazit : Eine unterhaltsame Komödie mit einem charmanten Hauptdarsteller , die aber eindeutig mehr in Richtung RomCom geht , denn Persiflage auf Batman und Co.. Letztlich wäre mir eine Komödie über echte Superhelden oder das Showgeschäft zwar lieber gewesen , aber das konnte ich mir nicht aussuchen und dafür , dass ich nicht der größte Fan romantischer Komödien bin , habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt ... 

*** Der Film wurde im englischen Original gesehen !

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