Review

Im 4. Teil der Reihe übernahm wie bei Teil 2 Trash-Filmer Albert Pyun die Regie, und es wurde die Figur des Tong Po wieder aus der Versenkung geholt (dazu gibts zu Beginn Rückblenden auf die bisherigen Teile).
Rund um die schwachsinnige Idee, wonach dieser mittlerweile ein Drogenbaron (!) in Mexiko ist, wurde ein klassisch einfältiger Direct-to-Video-Plot gestrickt, in dessen Verlauf Protagonist David Sloan an einem privaten Kampfsport-Turnier seines Erzfeindes teilnimmt und dabei unter anderem seine gefangene Frau befreien muss.
Sasha Mitchell trägt hier Bürstenschnitt, öfters Sonnenbrille, gerät auch mal in 'ne Kneipen-Schlägerei und hat seinen Kampfstil in Richtung Thai-Boxen entwickelt, wodurch er in der Hauptrolle nicht mehr ganz so jungenhaft deplatziert wirkt wie noch im 2. Teil.
Die Vorzüge des Films kann man in einem anderswo gelesenen Satz prima zusammenfassen: "Kloppen und Poppen [Po hält auf seinem Anwesen auch Sex-Sklavinnen!], eines von beiden ist praktisch immer im Bild." Das Martial-Arts-Turnier weckt dabei Erinnerungen an "Bloodsport", wenn auch die Kämpfe wenig spektakulär sind, und die meisten Kämpfer keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Allerdings gehen dabei fast inflationär oft Knochen oder Genicke zu Bruch (meines Wissens ist die einzige ungeschnittene deutsche Fassung bislang bei Premiere gelaufen).
Klare Abzüge gibts für die entwürdigende Behandlung der Figur des Tong Po, die im 1. Teil noch als filmtragender Bösewicht aufgetreten ist und im 2. Teil zwar fragwürdigerweise wieder hervorgeholt, aber wenigstens vom gleichen Darsteller verkörpert wurde, hier aber, jeglicher Mysteriösität beraubt, mit neuem Schauspieler (van-Damme-Filme-Nebendarsteller Kamel Krifa) zu einer geschwätzigen Witzfigur degradiert wird - mit einer Maske, die aussieht wie aus einem Halloween-Shop (zeitweise wirkt sie sogar verrutscht ..!) und einem weissen Kaufhaus-Zuhälter-Anzug! Dazu passt, dass er nicht nur im spektakulär unspektakulären Endfight, bei dem unter anderem eine gedeckte Bankett-Tafel (!) demoliert wird, keinen Stich macht, sondern zum Schluss auch noch auf allen Vieren (!) davon kriecht. Das einzig Positive daran; von der so offen gelassenen Möglichkeit, die Figur nochmals einzusetzen, wurde bislang keinen Gebrauch gemacht ... auch wenn es danach eigentlich nur noch hätte besser werden können ...

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