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Lucifer Valentine, der Mann der uns die "Slaughtered Vomit Dolls" gegeben hat, präsentiert hier sein nächstes Entleerungsvideo. Genau genommen stellt dieser Streifen nichts weiteres als einen Porno dar, in welchem die Ekel- und Geschmacksgrenzen nach unten völlig offen sind. Der nächste "Tabubruch" ist im Anmarsch, Kotze und Pisse voraus! - Und zwar was das Zeugs hält..!

Dabei ist der Film lange Zeit nichts anderes als ein Home Made Amateurvideo, in den sich eine bis zum Hals tätowierte Frau halb nackig vor der Kamera räckelt, aus dem Off ihre Besessenheit schildert und sich dann minutenlang und in verschiedenen Ausführungen übergibt. Schon jetzt schafft es dieses No Budget-Machwerk, nicht wirklich interessant oder richtig krank zu sein, sondern nur mit endloser Monotonie zu nerven, die von den ständigen Brechreizen unterbrochen wird.

Natürlich legt Valentine eine Schippe drauf, um den Film rein graphisch noch weitaus extremer zu gestalten. Da wird auf keine herkömmliche Weise mehr masturbiert, wohingegen die nicht vorhandene Story auf einen Climax hinsteuert, der die Embryo-Szene aus Joe D´Amatos "Man-Eater" um ein zehnfaches übertrifft. Spätestens jetzt darf die Frage aufgeworfen werden, um was für einen Menschen es sich bei Lucifer Valentine eigentlich handelt? Doch wird es nicht wenige Zuschauer geben, die ihm den Schneid abkaufen, das Ganze könnte sich auch noch um ein abseitiges Kunstvideo handeln.

Zusammengefasst ist "Slow Torture..." nichts als eine einzige Collage an ekelhaften, grenzüberschreitenden Porno- und Sadoszenen, die in einem einzigen Blut- und Gedärm-Happening endet. Eine nihilistische Freakshow, die den mutigen Contest ausruft, der Zuschauer gehöre zu den ganz ganz Harten, wer es denn schafft, die knapp 80 Minunten durchzustehen. Um dann festzustellen, dass man lediglich genau diese Lebenszeit sinnlos verplempert hat.

Eigentlich null Punkte.

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