Was erwartet man von einem knapp 30minütigen Amateurfilm mit einem Titel wie diesem ? Natürlich gar nichts. Wer es aber über sich bringt mal einen Blick auf das vorliegende Endprodukt zu werfen, wird besonders in geselliger Runde seinen Spaß am Angriff der schwarzen Würmer haben – viel Humor und vorheriger Alkoholkonsum vorrausgesetzt.
Der größte Witz überhaupt sind erwartungsgemäß die grandiosen Spezialeffekte: Als „Würmer“ verwendete man kurzerhand die Bänder von alten Videokassetten, bei den „Angriffen“ sind stets die Halteschnüre im Bild zu sehen und Bluteffekte finden meist Off-Screen statt. Alles herrlich billig gemacht und schon für sich ein Genuss. Hinzu kommen die Darsteller, die sichtlich Spaß an der Sache hatten und mit ihrem gnadenlosen Over-Acting auch immer wieder für einen Lacher gut sind.
Die dritte und letztlich entscheidende Komponente sind die schrägen Ideen, die immer wieder in die „Handlung“ eingeworfen werden. Da wird beispielsweise mit Hilfe eines Staubsaugers (mit Verlängerungskabel!) Jagd auf die Würmer gemacht, tapern Exebitionisten und Taucher mal eben durchs Bild, werden Leute mehrfach beim Kacken gestört und schließlich sogar eine Knoppers-Pause eingelegt. Ob das ganze wirklich witzig ist, mag jeder für sich entscheiden. Es zeugt zumindest davon, dass die Macher sich absolut bewusst waren, welchen Schwachsinn sie hier fabrizieren – und das ist in diesem Fall durchaus positiv gemeint.
„Angriff der ...“ ist billig produzierter Splatter-Trash der besonders albernen, aber durchaus unterhaltsamen Art. Amateurfilmfreunde – und wirklich nur sie! - werden sich dabei köstlich amüsieren.