Inhalt:
Korea vor langer Zeit. Prinz Ho (Lee Ye-Min) ist mit seinen Getreuen, unter ihnen seine "rechte Hand" Lung Lun (James Nam) aus China vor dem aufständischen General Sun geflohen.
Eine Quartier innerhalb eines Tempelbezirks dient Ho und seinen Schergen als Unterschlupf. Doch Ho ist letztendlich nur eine Marionette in den Händen des wahren Anführers dieser konterrevolutionären Handlanger eines Fürsten..., Silvery Fox (Hwang Jang Lee)!
Dieser ist zudem der Mörder der Eltern zweier Brüder, die diesen Mord rächen wollen, aber sich aus dem Weg gehen. Diese beiden unterschiedlichen Brüder, die sich auch noch in ein und dasselbe Mädchen, Ching Hsin Hsin (Yeo Su-Jin), verlieben, sind Wo Lei (John Liu) und Tien (Wong Tao).
Tien ist in Wahrheit ein Agent von General Sun..., und es gelingt ihm, sich in den Apparat von Prinz Ho einzuschleusen. Ausgerechnet als Oberbefehlshaber seiner Leibgarde..., da Tien in einem Kampfturnier des Prinzen siegreich war!
Nach zahlreichen Kämpfen kommt es zwischen den Brüdern und dem Mörder ihrer Eltern, Silvery Fox, zum alles entscheidenden Show-Down.....
Fazit:
Sehr gut. In den Jahren 1976 bis 1978 kristallisierte sich in der Film-Metropole Hongkong immer mehr heraus, dass das Studio "Seasonal Film Corporation" von Ng See Yuen sich zum größten Konkurrenten der Shaw Brothers neben Raymond Chow´s "Golden Harvest" mauserte.
1978 brachte Ng See Yuen niemand geringeren als Jackie Chan groß heraus...., und der Siegeszug der Eastern-Komödie nahm ihren Lauf.
Zuvor schon jedoch sorgten Hwang Jang Lee und John Liu mit ihren ernsten und actiongeladenen Eastern für Furore!
Und alles nahm mit "The secret rivals" seinen Anfang. In diesem durchdachten, mitunter sich recht langsam entwickelnden Eastern waren Hwang Jang Lee und John Liu erstmals Gegner, und sie sollten sich schon fast zu klassischen Rivalen in der Eastern-Szene entwickeln.
Fast nur in Freiluft-Sets entwickelt Ng See Yuen, der gleich selbst im Regie-Stuhl Platz nahm, eine Geschichte um die Rache zweier Männer, Brüder, die sich nicht leiden können und sich eigentlich aus dem Wege gehen. Doch die Rache eint sie letztendlich.
Ng See Yuen will die Dinge und Figuren erst einmal formieren..., das braucht fast zu viel Zeit..., gleichwohl immer wieder KungFu-Fights die die Sache auflockern sollen, in diesen Aufbau eingestreut sind.
Viel Zeit verbraucht die Regie erst mal damit, die beiden Brüder um ein Mädchen buhlen zu lassen, und einen Exil-Prinzen und seine Schergen ein Turnier veranstalten zu lassen.
Und der eigentliche Villain, Hwang Jang Lee, tritt erst mal kaum in Erscheinung, macht sich rar. Und auch die Fights sind anfangs kaum richtig hochklassig....
Doch die Regie bekommt noch die Kurve..., Hwang Jang Lee mehr Einsatzzeit..., und so entwickelt sich doch noch ein kerniger KungFu-Actioner.
John Liu...., seine fulminante Beintechnik such ihresgleichen, er spielt lächelnd, doch ernsthaft. Wong Tao ist die eigentliche Hauptperson...., kämpft und spielt solide. Doch Hwang Jang Lee..., obgleich trocken in den Handlungs-Szenen agierend, bringt den dringend benötigten Schwung in die Sache..., denn er kämpft schließlich dynamisch und kraftvoll!
Highlight ist denn natürlich die abschließende Viertelstunde, mit satten Trainings-Sequenzen und einem Endfight der 3 Hauptprotagonisten, der hart und rasant und wie ein Pas de trois auf dem satten Grün eines Tempels mit allerlei Steinskulpturen arrangiert ist, was dem Endfight eine besondere Atmosphäre verleiht.
Pluspunkte verdient auch die schmissige Musik, die aus einem Italo-Western Sergio Solimas entnommen wurde...
Das ist gediegenes, durchaus auch durchdachtes Eastern-Handwerk..., doch Liu und Jang Lee hatten noch Luft nach oben, wie spätere Werke bewiesen, so auch das Sequel dieses Streifens, "The secret rivals 2" ("Bruce Lee - Wir rächen dich!").
Gleichwohl vergebe ich hier noch sehr knappe, aber ausgezeichnete 8/10 Punkte.