Sean Nault ist Detective und für die Mordkommission tätig. Er lebt auf einer Welt, auf der die Technologie durch Magie betrieben wird. An die Wissenshaft glaubt hier niemand. Und die, die glauben, dass Wissenschaft mehr als nur dem Reich der Mythen und Märchen zuzurechnen ist, werden als Pragmatiker verunglimpft. Doch als Sean eine Reihe von Morden untersucht, stößt er auf etwas, das er nicht für möglich gehalten hätte. Es hat den Anschein, als seien alle Opfer durch etwas umgekommen, das Sean völlig neu ist: Das Wunder der Wissenschaft. Mit Hilfe des 130 Jahre alten Zauberers Winston Churchill deckt Sean ein Komplott auf, dessen Spur ihn in eine andere Dimension führt, zu einer Erde, auf der Wissenschaft den Platz der Magie eingenommen hat. Doch wenn Sean diesem Treiben kein Ende setzen kann, könnten beide Welten vernichtet werden.
Paradox verfügt über eine sehr interessante Ausgangslage. Während üblicherweise die Menschen eine Reise machen und Abenteuer in einer anderen Dimension/phantastischen Welt/ anderen Zeit oder was auch immer, wird hier der Spieß einfach mal umgedreht. Startpunkt ist eine Parallelwelt wie sie fast einem Rollenspiel entsprungen sein könnte. Werwölfe arbeiten als Straßenmädchen, Zombies sind billige und willige Angestellte und überall herrscht Magie vor anstatt Technik und Mechanik.
Immerhin gibt es in dieser alternativen Realität Verbrechen und hierfür die entsprechende Sam Spade Version mit Hut und Trenchcoat als Mordermittler. Hier wird auch gerade einer verübt, allerdings nicht wie gewohnt mit dem Zauberstab, sondern auf die nicht für möglich gehaltene ballistische Art. Gut das es da noch aufgeklärte Zauberer wie Winston Churchill! gibt, der Wege zwischen den Welten kennt, denn nur von dort kann das Verbrechen geklärt werden.
Das ist alles zunächst mal reichlich konfus aufgebaut, aber mir gefällt dieses Prinzip, welches aus einem mir nicht bekannten Comic stammt. Was für uns alltäglich ist, mag anderswo beinahe als ein Weltwunder gelten und umgekehrt. Da hätte man mehr draus machen können. Hier verhindern das doch eher schmale Budget und ein noch unausgewogenes Script höhere Ziele. Es ist sicher schwer eine ganze Comicserie in einen Film zu stopfen, aber ich denke die meisten Zuschauer hätte diese umgedrehte Welt gern ein wenig näher kennengelernt.
Action Fans und Freunde qualitativ hochstehender CGI werden hier ebenso wenig glücklich werden. Die Story beginnt interessant, kann sich aber später nicht mehr steigern, fast eher im Gegenteil. Hätte man Harry Potter mit diesem Konzept aufgebaut und gleichzeitig dessen Budget gehabt, ich wär vermutlich glatt Fan geworden, so bleibt es aber doch nur durchschnittliche Sci-Fi-Krimikost.
5/10