Der Professor eines Kryptozoologie-Kurses an einer Uni hält seinen Studenten Vorträge über die Existenz von mythenhaften Monstren und Fabelwesen... und hat, um seine Thesen zu untermauern, sogar einen Gastsprecher eingeladen. Dieser berichtet den Kids von einer gruseligen Exkursion, bei der er in einer Höhle eine indianische Mumie entdeckt hat, die damals doch tatsächlich wieder zum Leben erwacht ist und anschließend als zotteliges Ungeheuer die Gegend unsicher gemacht hat... Die Entstehungsgeschichte von "Curse of Bigfoot" ist interessanter als das, was sich da letztendlich auf dem Bildschirm vor einem abspielt: Ursprünglich war das Ganze mal ein lediglich einstündiges, amateurhaftes 50s-Monster-Movie einiger kalifornischer Independent-Filmer mit dem Titel "Teenagers Battle the Thing", welches lediglich lokal in einigen Drive-In-Kinos ausgewertet wurde und anschließend zwanzig Jahre lang auf Halde lag, bevor das Material im Zuge des Bigfoot-Hypes der 1970er-Jahre nachkoloriert, zweitverwertet und mit ein paar nachgedrehten Szenen zu dem vorliegenden TV-Filmchen umgearbeitet wurde. Wer nun der Meinung ist, dass das daraus resultierende Ergebnis wohl kaum die hohe Kunst des Filmemachens repräsentieren dürfte... nun ja, der liegt damit ganz richtig, denn "Curse of Bigfoot" ist nur ein ziemlich erbärmlicher Patchwork-Heuler geworden, dem man zwar das Bestreben seiner Macher anmerkt, irgendwie mit Gewalt noch etwas halbwegs Verwertbares zusammenzustoppeln, bei dem man allerdings kaum eine als solche zu bezeichnende Spielfilm-Handlung zustande gebracht hat und der ob des anfänglichen, kittenden Off-Kommentars bestenfalls noch ein wenig dokumentarisches Flair versprüht. Richtig herzerwärmend ist da allenfalls der Umstand, dass so ein rundum gebeutelter Streifen nicht schon lange, lange der Vergessenheit anheim gefallen ist, sondern heutzutage (lausig!) deutsch nachynchronisiert sogar auf Prime Video weggestreamt werden kann. Na, wenn das kein Happy End ist, was dann?!? Nicht verschwiegen werden darf da aber doch, dass "Curse of Bigfoot" ein ganz großer Scheissdreck ist, gegen den selbst solche minderbemittelten Exemplare des Bigfoot-Horrors wie "Der Teufel tanzt weiter" oder jeder Streifen mit "Boggy Creek" im Titel direkt noch wie Multi-Millionen-Dollar schwere Hollywood-Produktionen aussehen! Klar, dass hier vorne und hinten nichts zusammenpasst, die vor der Kamera agierenden Kids mit ihren 50er Jahre-Frisen und -Klamotten wie aus der Zeit gefallen wirken und das alles handwerklich so schauderhaft daherkommt, dass selbst ein Ed Wood noch vor Neid erbleichen würde. Das absolute "Highlight" ist dann aber doch das selbst zusammengestoppelte Monster-Kostüm (soll nun wohl tatsächlich Bigfoot darstellen, war ursprünglich aber bestimmt mal anders gedacht), auf das man schon früh einen guten Blick werfen kann und das einen in seiner vollumfänglichen Scheissigkeit echt umhaut... schade nur, dass das die Chose derart mit öden Laber-Szenen vollgestopft wurde, dass man sich ob der vorherrschenden, akuten Aktionsarmut doch nur förmlich zu Tode langweilt. Fazit: Könnte locker in einem Atemzug mit "Robot Monster" oder "Manos, the Hands of Fate" genannt werden, wenn er nur etwas bekannter wäre...
1/10