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Weil Leonard in Geldschwierigkeiten steckt, hat die verführerische Blanche leichtes Spiel und bringt den unbescholtenen Vertreter vom Pfad der Tugend ab. Er soll ihrem Mann Steve eine Lebensversicherung aufschwatzen und ihn danach umbringen, gegen die Hälfte der Police. Geplant, getan. Doch das "Opfer" taucht quicklebendig wieder auf.

Schon doof, wenn man musikalisch talentierte Drillinge sein Eigen nennt, die unbedingt in Yale studieren solle, denn das kostet eine Menge Asche. Da ist ein einfacher Versicherungsvertreter schon mal finanziell überfordert. So wird er von der Witwe in spe in eine Gaunerei hereingezogen, bei der ihr Mann vermeintlich tödlich aus dem Zug fällt, wofür beide just davor eine fünf Millionen Dollar Police abgeschlossen haben. Jetzt gilt es nicht nur Trauer vorzuspielen, sondern auch sich einem Versicherungsdetektiv zu erwehren, der verständlicherweise Verdacht geschöpft hat aufgrund der unnatürlichen Anhäufung von Zufällen.
Der Film bietet dabei eine recht amüsante Versicherungsbetrugskomödie, bei der besonders der Charakter Peter Falks für Spaß sorgt. Endlich kann er mal seine Columbo Routine abstreifen und hier eine Figur darstellen, die irgendwo zwischen vertrauensselig naiv und durchtrieben nett angesiedelt ist. Jedenfalls hat er die besten Lines, aber auch Alan Arkin hat seine komischen Momente. Auch wenns in der Story um Betrug, Leichendiebstahl und Einbruch geht bleibt der Grundtenor doch im harmlos amüsanten Bereich. Letztendlich kommt niemand zu Schaden und die handelnden Personen erreichen ihre jeweiligen Ziele, wenn auch nicht unbedingt auf dem ursprünglich geplanten Weg.
Für entspanntes gucken ist Big Trouble keine schlechte Wahl. Eine typische schwarze Komödie ohne größere Längen, aber auch ohne richtig beißenden Witz. Wir lernen immerhin das norwegischer Sardinenlikör (gibts sowas wirklich?) ein wahres Teufelszeug sein muß und wenn man mal ne Leiche braucht, einfach kurz beim Friedhof vorbeischauen muß. Ganz amüsante Nummer.
6/10

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