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Nahezu jeder Kampfsportfilm läuft gleich ab. Wir haben einen alten Champion der eigentlich nicht mehr in den Ring steigen will, einen Kumpel oder Bruder der im Rollstuhl sitzt und/oder eine Familie, die Geld braucht sowie die gute alte Ehre.


Natürlich muss ein solcher Streifen ein Grundgerüst haben, um die Motivation des Kämpfers zu untermalen. Funktionierte bisher eigentlich immer ganz passabel, nehmen wir beispielsweise die "Karate Tiger-Reihe" oder andere Klassenfreunde wie "Bloodsport". 

Hier nun, in Daniel Zirilli's "Circle of Pain" tritt ein alternder UFC-Champion in den Ring des Schmerzes. Dalton Hunt (Tony Schiena, "Wake of Death") hat der UFC den Rücken gekehrt. Das ganze weil er bei einem Trainingsfight seinem besten Freund Wyatt (Dean Cain, "FutureSport", "Best Men") das Rückgrat brach. Nun thront ein ganz schwerer Brocken ganz oben auf dem UFC-Olymp. Collin "The Brick" Wahle (Heath Herring, "Never Surrender") ist einen Sieg von Dalton's Rekord entfernt. Da denkt sich die abgebrühte Verbandschefin Victoria (Bai Ling, "The Crow", "Crank2") das es doch wirtschaftlich toll wäre, einen Kampf zwischen den Giganten anzusetzen. Da bei Dalton das Geld knapp sitzt, muss er, da vertraglich noch an einen letzten Kampf gebunden, einwilligen.

Story, okay. Kennen wir schon. Doch wie schauts mit dem essentiellsten in diesem Genre aus? Den Fights. Leider sind diese wirklich miserabel. In nahezu jeder Einstellung sieht man sofort, das der Gegner nicht getroffen wird. Natürlich kloppen die Herren sich nur zur Filmschau, doch selbst in den dämlichsten und billigsten Martial Arts Streifen kriegen sie es hin, das die Kämpfe so fotografiert sind das es nicht wie Billig-Catchen im Wal-Mart aussieht. Absoluter Frevel! Zudem hat man überhaupt keinen Bezug zu jeglicher Person im Film. Es war mich völlig Schnurz, wer und wofür hier auf die Fresse bekommt. 

Tony Schiena ist zwar ein hübscher Modellathlet, aber beileibe kein guter Schauspieler. Wusste er in van Damme's Revenger "Wake of Death" noch zu gefallen, so fällt er hier durchs Gitter. Ebenso Dean "Superman" Cain. Sein TV-Niveau kann man gerade noch akzeptieren. Bai Ling, die bei jeder passenden Minute ihre minimalistischen Primeln in die Kamera hält, ist ebenso noch nie ein Kassenmagnet gewesen wie Muskelprotz Heath Herring. Durchschnitt ist hier noch übertrieben. Zudem ist die ständige Rumvögelei extrem nervtötend.

Einzig die straffe und selten langweilige Erzählweise kann etwas punkten. Hier wird nicht lange um den heißen Brei rumgeredet. Man weiß woraufs ankommt. Quatschen, trainieren, fighten. Over and Out. 

Fazit

Mies fotografierte Fights, die somit auch nicht sonderlich intelligent auschoreografiert wurden. Unterdurchschnittliche Darsteller, null Tiefgang aber wenigstens ne temporeiche Erzählweise und geringe Laufzeit.

2,5/10

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