Dalton hat das Kämpfen längst aufgegeben. Einst war er einer der Besten, doch mittlerweile lebt er ein ruhiges Leben auf dem Land, weit weg von der Aufregung und Gefahr der organisierten Kämpfe. Doch als Colin ‘the Brick’ Wahle behauptet, der größte Fighter aller Zeiten zu sein, entdeckt die skrupellose Veranstalterin Victoria Rualan, dass Dalton vertraglich zu einem letzten Kampf verpflichtet ist.
Für Circle of Pain (wobei der Begriff circle eigentlich lustig ist, wenn man in einem Octagon kämpft) braucht man sicher kein Abitur, um fünf Sekunden nachdem man die Beteiligten kennengelernt hat den typischen Ablauf und auch schon das Ende vorhersagen zu können. Die Story spielt sich dabei wie der typische Klopperfilm a la Rocky oder Karate Tiger, bleibt eigentlich nur abzuwarten ob die Zwischenzeit zwischen Prolog und Epilog dem Genre etwas interessantes abgewinnen kann.
Wirklich aufregendes tut sich über die ohnehin kurze Laufzeit allerdings nicht. Einzige Änderung hier zum Standard ist lediglich, das der Held selbst seinen besten Kumpels zum Krüppel getreten hat (versehentlich natürlich) und dies nicht von Seiten der Bösen, was sonst ja gerne als Motivation für den großen Endkampf herhalten muß. Ansonsten gibt die klassische Trainingsmontage, denn der letzte Kampf ist schließlich schon fünf Jahre her, der Rolli-Kumpel wird nochmal vermöbelt und Dalton durch unschöne Aktionen (Vertragshickhack, Ex Frau und Kind werden obdachlos gemacht, etc.) zum großen Kampf gegen the Brick gezwungen, somal dieser kurz davor steht Dalton´s alten Rekord mit 21 Siegen zu brechen.
So weit, so alles schonmal gesehen. Richtig ärgerlich wirds dann aber auch an einigen Stellen. Hier werden wir ständig von Fickelszenen belästigt, die kaum erotisch sind und lediglich zur Laufzeitstreckung dienen. Speziell die Asia-Bitch-Promoterin nervt gleich doppelt, durch ihr schlechtes Spiel und natürlich auch durch simple Eigennackichmachung, sorry, aber Bai Lin ist einfach nicht schön anzusehen, zumindest sicher nicht mein Typ.
Aber auch der eigentliche Grund sich so einen Film anzuschauen, nämlich das sich Kleiderschränke gegendeitig die Koteletten plattklopfen, ist hier kein Highlight. Hier fehlt es eindeutig an Dynamik, es fällt deutlich auf das die Schläge allesamt Fakes sind, ein wenig Blut gibts erst am Ende zu sehen und an Kampflänge und Choreographie hätte man auch sorgsamer Hand anlegen können. Bestenfalls Durchschnitt das ganze.
Da die meisten Darsteller auch aus dem Mixed Martial Arts oder verwandten Bereichen kommen, darf man hier auch nicht allzu erwarten, die meisten sehen recht bullig aus und viel mehr darf man eigentlich ja auch nicht verlangen. Circle of Pain ist bestenfalls für Alleskucker im Kloppebereich sinnvoll, hier sticht nicht wirklich hervor, alles hat man schonmal gesehen und Innovationen gibt es ja im ganzen Genre kaum mehr. Nur was die große Deutschland Fahne im Trainigsgym gemacht hat, würde mich dann doch mal interessieren.
4/10