Conan wird von der Königin Taramis beauftragt, die Prinzessin Jehnna auf ihrem schweren Weg zu begleiten. Als Dank wird Taramis Conan seine tote Freundin zurück schicken. Conan willigt ein. Er und einige andere begleiten Jehnna, die ein spezielles Horn suchen muss, welches nur sie anfassen kann. Doch die Reise wird nicht leicht und Taramis spielt ein doppeltes Spiel.
Nach dem sich Conan der Barbar als veritabler Erfolghhit im Fellunterhosengenre erwiesen hat, dauerte es keine zwei Jahre bis die Produzenten die logischerweise folgende Fortsetzung auf die Beine stellten. Schwarzenegger schien ja seinen Spaß gehabt zu haben, denn kurz danach folgte mit Red Sonja ja ein weiteres antiker Krieger Epos. Zunächst hat man die Erfolgsgaranten des Vorgängers übernommen. Der Score kommt wuchtig monumental daher, die Sets wurden nochmal verbessert und so befindet man sich in einer echt anfühlenden Fantasy Atmosphäre. Die verwendeten Tricks und Masken wirken heute zwar etwas antiquiert, aber für 1984 lassen wir das nochmal durchgehen und zigfach besser als die in der Ator Reihe sind sie allemal.
Mir persönlich wirkt der Film allerdings etwas zu episodenhaft, wir starten bei Königin Tamaris, wandeln zum Schloß des Magiers, weiter zum Tempel in dem das juwelenbesetzte Horn verborgen ist (und ich will jetzt gar nicht wiedergeben, an was ich Ferkel gedacht habe, als die jungfräuliche Prinzessin es zart in die Hand nahm, ähemm) und zurück zu Tamaris zum Showdown, alle drei Orte nehmen etwa dieselbe Zeit in Anspruch, bei der Barbar hat mir das Storytelling mehr zugesagt. Auch das Gewaltpotential wurde runtergeschraubt, während Teil 1 noch roh und blutig unterwegs war, gehts beim Zerstörer doch wesentlich familienfreundlicher zu, bluten dürfen höchstens die Gummimonster.
Hochgefahren wurde dafür der Humoranteil, mit unterschiedlichem Erfolg. Wirklich lachen mußte ich beim besoffenen Conan, seiner erneuten Freundschaftschließung mit dem Kamel oder auch den amüsanten Amazone/Maus Schnipsel. Negativ fällt dabei dieser neue Comic Relief Dieb Sidekick auf, der wohl lustig wirken soll, aber ehrlich gesagt nur auf die Testikel geht. Da können vielleicht 6-jährige noch grinsen, aber die gehören hier ja wohl eher nicht zum Zielpublikum. Der Rest der Darsteller ist ok, Arnie läßt wie immer haupsächlich seine Muskeln (schau)-spielen, Grace Jones verkörpert für mich das Musterbild einer Kampfamazone, der man besser nicht auf die Füße tritt, nur die strohnaive Prinzessin geht noch eher in Richtung Ausfall. Der Zerstörer kommt insgesamt lang nicht an den Vorgänger heran, der Schlangenkult und Thulsa Doom sind den eher mageren Finsterwichten hier locker überlegen und die Story hätte wesentlich besser ausgearbeitet werden können. Für mich knappe 7 Punkte.
6,5/10