Review

Eine Geschichte so alt wie die Zeit : Der Sohn eines Kongressabgeordneten wird in den 1960er Jahren zum Pilot für Starfighter ausgebildet , doch sein Vater möchte , dass er Bomber Pilot wird . Der Sohn will dies nicht ... Ende

" The Starfighters " wirkt wie ein spielfilmlanger Werbespot für die U.S. Airforce im Allgemeinen und den Starfighter im Speziellen . Man könnte glatt meinen , am Ende des Films bekommt der Zuschauer die Gelegenheit seinen eigenen Starfighter zu bestellen . Da lernt man nicht nur den Preis des Flugzeugs kennen , sondern auch andere Vorzüge und Daten und auch wie begeistert die ganzen NATO Partner von dem Flugzeug waren . Ständig geht es darum , dass gerade deutsche oder japanische Piloten auf dem Starfighter ausgebildet wurden oder die Belgier an dem Kampfjet stark interessiert sind . Also am besten zuschnappen , bevor es jemand anderes tut !

Das wird dann mit Tonnen an Stock Footage des Vogels bebildert . Da wird minutenlang ( !!! ) in der Luft getankt oder auch mal minutenlang ( !!! ) ein Trainingsziel nach dem anderen am Boden pulverisiert ( nur langweilige Dreiecke in der Wüste - nicht , dass jemand denkt , da hätte man ein paar ausrangierte Autos oder Holzhütten in die Luft gejagt ) . Zwischendurch gibt es eine schweißtreibende Sequenz , in der es zu einer Notlandung kommen könnte ... aber dann doch nur eine normale Landung wird . Positiv muss ich sagen , dass das Stock Footage aber nicht sonderlich auffällt , da dessen Bildqualität der Qualität  der " Spielszenen " recht ähnelt und , dass man offenbar Zugang zu echten Flugzeugen hatte .

Die stummen und sinnlosen Flugszenen , werden dann dummerweise immer mal wieder durch den zaghaft wie fruchtlosen Versuch unterbrochen , so was wie eine Geschichte zu erzählen . Dabei geht es dann um den schon genannten Vater / Sohn Konflikt oder auch eine Liebesgeschichte ( großzügig ausgedrückt) , die aber auch keinerlei Empathie oder Sympathie für die Figuren erschaffen können .


Fazit : Keine Charaktere , keine Charakterentwicklung , keine Geschichte . Ein wirklicher Unfilm . Für einen Werbespot viiiiiiiel zu lang ( und die wenigstens der wenigen Zuschauer dürften sich die 11 Millionen Dollar leisten können ) , für einen Spielfilm viiiiiiiiiiiiiiiiiel zu wenig Spielfilm . Nur mit Hilfe solcher Ablenkungen wie Mystic Science Theater 3000 ( MST3K ) , Rifftrax , Alkohol oder von mir aus auch Schlefaz erträglich . Einen ernsthaften Blick auf dieses Machwerk kann ich eigentlich nur Leuten empfehlen , die einen Faible für alte Flugzeuge besitzen , die könnten durchaus wirklich begeistert sein ...

P.S. : Wäre der Film zwei Jahre später herausgekommen , so hätte er wahrscheinlich den passenderen Titel " The Widowmakers "  erhalten . Denn kurz nach Veröffentlichung des Filmes , kam es in Deutschland zur Starfighter Affäre . Dabei stürzten in 18 Monaten 44 Starfighter der Bundeswehr ab und insgesamt 116 deutsche Piloten kamen durch die Flugzeuge bei Abstürzen ums Leben . Danach hieß er im Volksmund nur " Der Witwenmacher " .

P.P.S: Noch ein ganz interessantes Detail . Robert Dornan spielt hier den Sohn eines Kongressabgeordneten - war aber in Wirklichkeit nur ein Sohn kleiner Leute . Später schaffte er es dann allerdings selber zu einem echten Kongressabgeordneten der Republikaner .

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