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Das soll vermutlich ein aufwühlendes Arthouse-Drama sein. Auf seine Weise ist das Aufeinandertreffen der partywütigen Gothic-Göre und ihrer Mutter, die als unterdrückte Hausfrau absolut gestörte Verhaltensweisen an den Tag legt, wie ihren Stuhlgang in Alufolie zu packen und einzufrieren, auch durchaus unangenehm. Nur filmfüllend ist das halt nicht, also z.B. der Mama Minuten lang bei ihrer Hausarbeit zuzugucken. Nach der heftigen Kastration des misshandelnden Vaters eingangs hat der Streifen sein Pulver bereits so ziemlich verschossen und hinter den kryptischen Bildern wirklich etwas mitzuteilen oder so etwas wie eine Geschichte zu erzählen hat er auch nicht. Und dann dieser Aufzeichnungstick von sämtlichen Beteiligten! Mir war das alles zu ungeordnet. Der neuseeländische Regisseur David Blyth (ROBOT MANIAC) ist eh ein schwieriger Fall.