Die ganze Genregemeinde brüllt nach Fanfilmen wie MICHAEL MYERS VS. PINHEAD oder LEPRECHAUN VS. WISHMASTER, doch was setzt uns Horrorproduzent Roger Corman als intellektuelle Henkersmahlzeit vor: DINOCROC VS. SUPERGATOR – na toll! Dieser stellt die Quasi-Fortsetzung zu dem 2004 ebenfalls von dem Fließbandfilmer produzierter Reptilien-Trash namens DINOCROC dar. Eine Fortsetzung, die man wohl so heiß erwartet hat wie Lungenkrebs.
Die Story dieses heillosen Unterfangens ist schnell erzählt: Aus einem geheimen, „Dr. Moreau“-mäßigen Versuchslabor mitten im Dschungel brechen zwei gigantische Kroko-Kreaturen aus, die sich fortan durchs Unterholz mampfen. Ihr Speiseplan umfasst Wildhüter, wie Kleinstadtbullen und halbnackte Blondchen. Spezialeinheiten mit schwerer Artillerie rücken an, können den Mistviechern aber nichts anhaben. Am Schluss liefern sich die beiden prähistorischen Monster ein reißerisches (definitiv nicht!) Gefecht und machen sich gegenseitig alle.
Schuppige Filmmonster scheinen seit PIRANHA 3D wieder voll im Trend zu liegen. Filme wie dieser oder auch Schnellschüsse wie MEGASHARK VS. CROCOSAURUS (aus dem Hause „Asylum“) oder der hyperdämliche SHARKTOPUS zeigen aber mal wieder überdeutlich, wie Tierhorror bitte möglichst auf keinen Fall sein sollte, nämlich superlangweilig und bodenlos schlecht gemacht. Was nach unterhaltsamen Trash klingt, entpuppt sich leider schnell als brachiales Schlafmittel. Es kommen ferner wieder hyperbillige CGI’s zum Einsatz, wie wir sie aus Rohrkrepierern wie DINOSHARK, MEGASHARK VS. GIANT OCTOPUS oder den anderen, bereits oben erwähnten Nullnummern kennen und wie sie derzeit in TV-Produktionen des SciFi-Channels Standard zu sein scheinen. Alles Wesentliche, sprich beide Krokodinger, stammt also aus der Daddelkiste. Das eine kriecht, das andere kann sich T-Rex-mäßig auf den Hinterbeinen fortbewegen – Wahnsinn, ne!? Nennenswerten Gore gibt es nicht. Mit einem Happs sind meistens alle Opfer weg.
Erwähnenswert wäre noch, dass in einer Nebenrolle David Carradine (* 8. Dezember 1936, † 3. Juni 2009) auftaucht. Dass es sich hierbei um eine seiner letzten filmischen Auftritte handelte, ist ebenso traurig wie beschämend.
“You’re the Most Beautiful Girl I’ve Ever Seen. As a Matter of Fact There’s One Thing That You Could Do To Make Yourself Even More Beautiful.”
– “Yeah? What’s That?”
“GET ME A BEER!”
Fazit:
Saublöd, supersinnlos und mit wahnsinnig schlechten FX veredelt. Hatte ein MEGASHARK VS. GIANT OCTOPUS wenigstens noch einige ulkige Szenen, wie z.B. Hai frisst Hubschrauber oder Hai beißt in Golden Gate Bridge, zu bieten, nagt hier nur eines: die Langeweile. Von JURASSIC PARK so weit entfernt wie Rainer Langhans vom Kapitalismus. Für gediegenen Krokohorror möge man bitte zu DER HORROR-ALLIGATOR, LAKE PLACID oder KILLER CROCODILE greifen!