Review

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte um den Soldatentrupp, der, irgendwo in der Wüste, ärger mit teuflischen, oder in diesem Falle, dämonischen Kräften bekommt gar nicht so verkehrt. Und dass Horror vor Kriegskulisse funktioniert haben ja bereits Deathwatch von Michael J. Bassett oder R-Point von Kong Soo-chang recht gut bewiesen. Im Falle von Djinns aber wurde leider viel zu viel Potential verschenkt oder wichtige Regeln einfach missachtet. So leben die meisten Filme dieser Art in erster Linie von ihrem bedrohlichen und trostlosen Hintergrund und den sich davor tummelnden Charakteren, dessen Wesenszüge man denn doch etwas tiefer unter die Lupe genommen haben sollte, da sonst der psychologische Horror seine Wirkung einfach nicht entwickeln kann. Beides aber macht Djinns verkehrt. So ist seine Handlung, wie schon erwähnt, mitten in der Wüste angesiedelt (die alles andere als Finster und trostlos ist, auch wenn viele Szenen bei Nacht spielen) und bei dem Charakterdesign kommt man einfach nicht über den Status „Kanonenfutter“ hinaus. Und wenn ich ehrlich bin, war mir sogar der Haupt-Charakter völlig egal. Wirkliche Spannung will sich so zu keiner Zeit aufbauen und der Zuschauer bleibt nur deswegen bei der Stange weil er einfach nicht einsehen will, warum er die Verleihgebühr nicht restlos aufbrauchen sollte und er gerade sowieso nichts anderes zu tun hat, während der Gorehound übrigens schon lange eingepennt sein dürfte. Einzig die dürftig gesäten Auftritte der Wüstendämonen waren gut animiert und strahlten so etwas wie Bedrohung aus.

Langt also gerade so zum Zeittotschlagen wenn es draußen mal wieder Kuhkot pinkelt.

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