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Zombies in Berlin. In einem Mehrfamilienhaus verschanzen sich die Überlebenden in den Wohnungen. Ein Österreicher und ein Berliner Jung machen gemeinsame Sache, um sich der Zombieschar zur Wehr zu setzen.

Oh, ein Zombiefilm aus Deutschen Landen. Es geschehen ja noch Zeichen und Wunder. Von der Fangemeinde fieberhaft erwartet weiß RAMMBOCK durchaus zu überzeugen und das, obwohl weder Till Schweiger und Nora Tschirner, noch Bully Herbig oder Otto Waalkes in dem Film mitwirken – Gibt’s denn das!? Die Atmosphäre ist schön duster, die Stimmung ist beklommen und ernst, was für einen deutschen Versuch sich an das Thema „Zombies“ heran zu wagen keine Selbstverständlichkeit darstellt (siehe DIE NACHT DER LEBENDEN LOSER). Vergleiche zu 28 DAYS LATER und REC hinken zwar, sind aber nicht vollends von der Hand zu weisen. Gesplattert wird aber freilich nicht. Es fließt etwas Blut, es werden aber keine Wände mit Eingeweiden tapeziert. Vielmehr punktet RAMMBOCK mit überzeugenden Schauspielern und fesselnder Spannung.

Für einen deutschen Zombiefilm fällt das Resultat also in der Tat beachtlich aus, im internationalen Vergleich dürfte RAMMBOCK jedoch nicht übermäßig aus der Masse herausstechen. Dringende Neuigkeit an die Macher: Die Zombiewelle flaut seit längerer Zeit schon wieder ab. Mit Zombies lockt man mittlerweile nicht mehr die Horden in die Kinos, wie es zu Zeiten von SHAUN OF THE DEAD der Fall war. Deutschland kommt mit seinem Genrebeitrag also gut 5 Jahre zu spät.

Fazit:
Deutsch-österreichischer Zombiefilm im Format des „Kleinen Fernsehspiels“. Toll inszeniert und gespielt, aber leider nix Neues.

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