Review

Die folgende Kritik beinhaltet SPOILER!

Kommt ein Fremder Django in die Stadt. Dieser wird gespielt von Tomas Milian & er folgt in den Fußstapfen von Jesus, ist er doch von den Toten zurückgekehrt. Amerikanische Banditen haben ihn (ein Halbblut) & seine mexikanischen Freunde abgeknallt & verbuddelt, nachdem sie ihnen geholfen haben, eine Ladung Gold zu stehlen. Doch Django hat sich wieder ausgebuddelt & zwei freundliche Indianer haben ihn gesund gepflegt & nun ist er in der Stadt, in die auch die Killer, angeführt von Oaks (Piero Lulli), geflüchtet sind. Er hat eine Rechnung zu begleichen. Eine einfache Sache, wären da nicht die Dorfbewohner (u. a. Milo Quesada, Francisco Sanz, Ray Lovelock, Marilù Tolo & Patrizia Valturri).

So wie Giulio Questi mit Death Laid an Egg einen reichlich bizarren Giallo gedreht hat, so hat er mit Töte Django einen reichlich bizarren Italo-Western gedreht. Da wird gefoltert (mit Fledermäusen!), da wird's symbolisch & surreal, da nuckelt ein Papagei Alkohol & krächzt überzeugt: "Jetzt bist du dran!" Da wird geschossen, da wird gestorben, da wird skalpiert, da wird gelogen & betrogen, da tun sich menschliche Abgründe auf. Bösartigkeit, Gewaltgeilheit, Habgier, Hass & Niedertracht herrschen in dieser Stadt, gesät & geerntet von (Un-)Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.

Das Gold bringt das Fass zum Überlaufen, alle wollen einen Teil davon, doch niemand wird damit glücklich werden, schon gar nicht der, der es am Ende (in geschmolzener Form in die Fresse) bekommt. Töte Django ist kein Wohlfühlfilm, im Gegenteil. Es ist ein unangenehmer & zynischer Film, wütend & hoffnungslos, ein Film, der kratzt & beißt & spuckt & auch noch böse lachend nachtritt, wenn man schon am Boden liegt. Gleichzeitig ist es auch ein verdammt guter Film.

8,5/10

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