Review

Da ich das Original vor vielen vielen Jahren nur in Bruchstücken gesehen habe und ich heute nur noch Fetzen an Erinnerung zu diesem Film habe, kann ich kaum irgendwelche Vergleiche ziehen. Vor knapp 33 Jahren drehte Meir Zarchi das erste mal diesen Film, der hier in Deutschland unter dem Titel "Ich spuck auf dein Grab" erschien. Die positiven Kritiken zu diesem waren allerdings kaum erwähnenswert, da überwiegend schlechte Kritik zu diesem Film dominierte. 2010 drehte Regisseur Steven R. Monroe also ein Remake und ich muss ganz klar sagen, dass es sich bei diesem Film wie bei "The Hills have Eyes" verhält. Das Remake toppt das billige Original um Längen und das obwohl ich solche Folter-Filme kategorisch ablehne. Doch was passiert wenn man den Film Hostel nimmt und aus den Tätern die Opfer macht? So, oder so ähnlich ist es bei "I spit on your grave" der Fall. Die "Story", sofern eine erwähnenswerte überhaupt vorhanden ist, ist schnell erzählt : Eine hübsche Schriftstellerin zieht sich in eine einsame Hütte zurück um an ihrem neuen Buch zu schreiben. Es tauchen ein paar üble Halbstarke auf und vergewaltigen die Frau auf übelste Weise. Irgendwie schafft sie es ihren Peinigern zu entkommen und nimmt schließlich an jedem einzelnen Rache. Ich habe es wirklich in noch keinem Torture Film erlebt, dass ich die Person, die gerade eine andere foltert, noch dabei anfeure und ich keinerlei Mitleid für die Opfer empfinde und ich es als zufriedenstellende Genugtuung empfand, was mit den Peiniger dort geschah. Zudem sind die Rache-Aktionen allesamt enorm kreativ und es gab einige Tötungsszenen die ich so noch nicht gesehen habe. Ein paar kleine Schwachpunkte hatte der Film dennoch. Im Mittelteil, ab dem Moment wo der Schriftstellerin die Flucht gelungen ist, kommt erst einmal eine ganze Weile Langeweile. Der Film plätschert einige Minuten lieblos vor sich hin, bis man nun endlich im Klaren ist was eigentlich Sache ist. Zweiter Schwachpunkt war für mich das Ende, welches (typisch für solche Filme), viel zu plötzlich kommt, ohne zu zeigen, was aus unserer sympathischen Hauptdarstellerin wurde. Außerdem hätte ich es sehr befürwortet, wenn die "Familie" das berüchtigte "Rape-Video" zu Gesicht bekommen hätte, da dass meiner Meinung nach die Geschichte perfekt abgerundet hätte. Ansonsten war ich wirklich sehr sehr positiv überrascht von diesem Film, da es dass erste mal ist, dass die Opfer ihre Folterung zu 100% verdient haben und ich jede Sekunde mit der Hauptdarstellerin sympathisiert habe. Keine sinnlose Folter also, sondern Folter, die die Opfer verdient haben und es absolut legitim und nachvollziehbar rüber kommt. Also liebe Fans von Hostel & Co, ihr werdet alle eure Freude an diesem Film haben. Übertreffen tut dieser Film Hostel mit links, doch bezweifle ich es ganz stark, dass es dieser Film ungeschnitten nach Deutschland schafft. Extrem brutal!


Fazit : Zusammen mit "Martyrs" der beste Film seiner Art. Nur nicht ganz so tiefsinnig wie Martyrs. Endlich mal wieder ein gelungenes Remake!


8,5/10

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